Die EU-Gesundheits-Kommission schreitet voran bei der Bekämpfung der Tabakzigarette. Andere Produkte wie die elektrische Zigarette werden mit in den Topf geworfen und die Chancen für das Gesundheitswesen durch dieses Produkt ignoriert. Für Ex-Raucher, die umgestiegen sind, weil sie deutlich weniger schädlich „rauchen“ wollen, könnte diese Methode am Ende böse Konsequenzen haben. Ein US-Gesundheitsexperte warnt vor einem Desaster für das Gesundheitssystem.

Experten-Anhörung
Am vergangenen Montag fand im EU-Parlament in Brüssel eine Experten-Anhörung zur geplanten Tabakrichtlinie statt. Die versammelten Experten stellten sich den Fragen der Parlamentarier. Auch die elektrische Zigarette wurde verhandelt. Während einige Parlamentarier forderten, dass es in erster Linie um Information der EU-Bürger gehen müsse und nicht um Verbote, andere darauf hinwiesen, dass eZigaretten Gefahren reduzieren könnten, tauchten auf Seiten der Experten altbekannte Argumente auf, die längst mit Fakten widerlegt sind.

Man wisse nicht, was in den Liquids enthalten sei, könne nichts über die wirkliche Schädigung der Konsumenten und über die Entstehung von Passivrauch sagen. Die eZigarette wird so anhand von Mutmaßungen in die Nähe der Tabakzigarette gerückt. Dabei gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen über die eZigarette, die allen „Experten“ vorliegen. ( http://tinyurl.com/c4o2d9r )

Konsequenzen
„Es gibt keine Rechtfertigung dafür, ein Produkt, dass keinen Tabak enthält so zu regulieren wie Tabakprodukte.“ Dr. Michael Siegel, Gesundheitsexperte von der Boston University, entdeckt gefährliches Potential in den Plänen der Gesundheitspolitik: „Würde man diese Produkte (i.E. eZigaretten) wieder vom Markt nehmen, würde man tausende Dampfer zurück zum Rauchen zwingen.“ ( http://tobaccoanalysis.blogspot.de ). Die Schäden für die Raucher wären evident. Eine Rückkehr zur Tabakzigarette bedeutet die erneute Belastung mit 4.800 chemischen Substanzen, davon mindestens 250 toxisch oder krebsfördernd.

Dac Sprengel vom Verband des eZigarettenhandels unterstützt diese Sichtweise: „Wenn die elektrische Zigarette als Alternative zur Tabakzigarette so rigoros abgelehnt wird und die EU alles in einen Topf wirft, gehen Chancen für die Gesundheit der Bürger in der EU verloren. Für mehrere Millionen Menschen in Europa ist die eZigarette nun einmal zur probaten Alternative geworden, mit der sich die Gefahr von schwerwiegenden Erkrankungen (wie bei der Tabakzigarette) deutlich minimieren lässt. Wir fordern die EU-Gesundheits-Kommission auf, sich wieder um die Gesundheit der EU-Bürger zu kümmern und sich nicht länger von anderen Interessen leiten zu lassen.“