Berlin – Die US-Behörde Centers for Disease Control (CDC) bestätigte in einer als „Durchbruch“ bezeichneten Meldung, dass Vitamin-E-Acetat wahrscheinlicher Auslöser für die Erkrankungen und Todesfälle in den USA ist. Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) stellt klar: Dieser Stoff findet in regulären Liquids für E-Zigaretten keine Verwendung.

Michal Dobrajc, Vorsitzender des VdeH: „Wir sind erleichtert, dass nun auch die CDC endlich offiziell bestätigt, welcher Stoff wohl für die Erkrankungen in den USA verantwortlich ist, nachdem zahlreiche Stellen schon vor Wochen auf Vitamin-E-Acetat als wahrscheinlichen Auslöser hingewiesen haben.“

Die CDC veröffentlichte am vergangenen Freitag einen Report, wonach in sämtlichen Proben von Lungenflüssigkeit betroffener Patienten Vitamin-E-Acetat gefunden worden sei[1]. Andere Stoffe, die für die Symptome in Frage kämen, seien demnach nicht gefunden worden. Die CDC bezeichnete die Ergebnisse selbst als Durchbruch[2] bei der Suche nach den Ursachen.

„Damit dürfte nun endgültig geklärt sein, dass reguläre E-Zigaretten nicht für die aktuelle Erkrankungswelle verantwortlich sind. Vitamin-E-Acetat kam und kommt in regulären Liquids nämlich überhaupt nicht vor. Der Stoff ist ein bekanntes Streckmittel für THC-haltige E-Joints, dessen Einsatz in normalen E-Liquids weder wirtschaftlich noch praktisch Sinn macht,“ sagt Dobrajc weiter. Unter https://bit.ly/vdehVAE stellt der Verband ein Fact Sheet zum Thema Vitamin-E-Acetat bereit.

Der VdeH hat, wie auch andere, schon sehr früh darauf hingewiesen, dass reguläre E-Zigaretten mit den Erkrankungen nichts zu tun hätten und Ursache vielmehr gestreckte und verunreinigte E-Joints seien, die überwiegend vom Schwarzmarkt stammten.

Bemerkenswert sei auch, dass THC-Rückstände in Proben von drei Patienten gefunden wurden, die nach eigenen Angaben kein THC konsumiert hätten, erklärt Dobrajc weiter: „Das wirft ein besonderes Licht auf die vielfach geäußerten Bedenken, dass ja gar nicht alle Betroffenen THC konsumiert hätten und man ja gar nicht sicher sagen könne, E-Joints und nicht reguläre E-Zigaretten seien verantwortlich zu machen. In jedem Fall sollten alle an der öffentlichen Diskussion Beteiligten nun deutlich klarstellen, dass es keine Kranken und Toten durch die „E-Zigarette“ gibt sondern durch illegale Straßendrogen. Niemand käme auf die Idee einen Joint als Zigarette zu bezeichnen. Spritzen sind nicht für Drogenmissbrauch verantwortlich. Daher sollte auch klar sein, dass man E-Zigaretten nicht für die Lungenkrankheiten verantwortlich machen kann.“

[1] https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/68/wr/mm6845e2.htm?s_cid=mm6845e2_w
[2] https://www.washingtonpost.com/health/2019/11/08/potential-culprit-found-vaping-related-lung-injuries-deaths/