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Werbung2019-09-17T14:27:05+01:00

Unsere Position zur
WERBUNG

Werbung für ein legales Produkt muss möglich bleiben und ist im Falle der E-Zigarette sogar unbedingt notwendig.

Die E-Zigarette ist – und das wissenschaftlich weitgehend unbestritten – eine 95% weniger schädliche Alternative zum Tabakrauch. In einigen Ländern wurde die größte gesundheitspolitische Chance, die die E-Zigarette hat, um den Folgen der rauchtabakbedingten Erkrankungen bis hin zum Tod zu begegnen, erkannt und ein Umstieg wird Rauchern ausdrücklich empfohlen.

Es gibt kein Szenario, in dem es für die Gesundheit eines Rauchers besser wäre, das Rauchen fortzusetzen anstatt auf das Dampfen umzusteigen. Dennoch glaubt mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung, dass E-Zigaretten mindestens genauso schädlich sind wie Tabakzigaretten – oder sogar schädlicher.

Dieser Desinformation muss mit Aufklärung begegnet werden. Werbung ist das nicht nur geeignete sondern in diesem Fall sogar notwendige Mittel, um erwachsene Raucher darüber aufzuklären, dass die E-Zigarette für sie eine erhebliche Reduktion des rauchbedingten Risikos bedeutet.

» Fakten- und Studienlage zu gesundheitlichen Auswirkungen der E-Zigarette

Werbung und Jugendliche

Werbung muss aber verantwortungsvoll geschehen – Zielgruppe sind erwachsene Raucher, in keinem Fall aber Jugendliche. Auch wenn der Verkauf von E-Zigaretten in Deutschland und der EU an Minderjährige gesetzlich verboten ist, so darf Werbung sie trotzdem nicht ansprechen.

Der Verband und seine Mitglieder sind sich ihrer Verantwortung in diesem Punkt bewusst. Eine von den deutschen E-Zigaretten-Verbänden VdeH und BfTG entwickelte Werbeleitlinie verpflichtet die Mitglieder unter anderem, nicht mit Leistungssportmotiven zu werben. Zudem ist es unzulässig, Zeichentrickfiguren oder andere fiktionale, Kinder ansprechende Charakter in der Werbung zu verwenden. Diese selbstgewählten Restriktionen sollen verhindern, dass werbliche Maßnahmen das Interesse von Jugendlichen und Kindern an den Produkten wecken könnten.

Wir verurteilen singuläre Ausfälle auf dem Markt, bei denen Produkte aufgrund ihrer Aufmachung attraktiv auf Kinder wirken können. Auch wenn wir nicht davon ausgehen, dass die Hersteller dies bewusst machen, um Kinder anzusprechen sondern versuchen, ein Alleinstellungsmerkmal und Aufmerksamkeit auf dem breit gefächerten Markt zu erreichen, so ist dieses Verhalten nicht akzeptabel. Gemeinsam wirken die Mitglieder auch auf Nichtmitglieder wie Importeure und Hersteller ein, Produktgestaltung verantwortungsvoll umzusetzen und auch bei Produktbenennung darauf zu achten, dass die Produkte nicht für Kinder attraktiv erscheinen. Es braucht Zeit, bis die noch verhältnismäßig junge, von vielen Quereinsteigern geprägte Branche reift und daran arbeiten wir mit Nachdruck.

» Studien- und Faktenlage zum Rauch-Stopp und Prävalenz bei Jugendlichen

Fruchtige Aromen

Vielfach wird behauptet, fruchtige und süße Aromen seien speziell für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen auf dem Markt. Das ist falsch. In den USA hat die Food and Drug Administration (FDA) festgestellt, dass fruchtige und süße Aromen den Großteil der konsumierten Liquids unter Erwachsenen ausmachen. In Deutschland sind 99,7% der E-Zigarettennutzer (ehemalige) Raucher und davon konsumieren 81% Fruchtliquids. Aromen und ihre Vielfalt bei E-Zigaretten sind eines der Hauptargumente der Benutzer für einen erfolgreichen Umstieg.

» Studien- und Faktenlage zum Rauch-Stopp und Prävalenz bei Jugendlichen

Tabakwerbeverbot

E-Zigaretten sind kein Tabak. E-Zigaretten sind in der Praxis die am häufigsten eingesetzte Methode zur Unterstützung der Tabakentwöhnung (DEBRA Studie 2018). Von 2014 bis 2017 hat sich der Anteil ehemaliger Raucher, die erklären, durch die Verwendung einer E-Zigarette mit dem Rauchen aufgehört zu haben, verneunfacht (DKFZ 2019). Die Wirksamkeit wird auch von einer jüngst veröffentlichten randomisiert-kontrollierten Studie aus Großbritannien bestätigt, wonach der komplette Rauchstopp mit der E-Zigarette fast doppelt so erfolgreich ist wie mit Nikotinersatzprodukten.

Nicht zuletzt aufgrund der in der Öffentlichkeit weit verbreiteten Fehlwahrnehmung der E-Zigarette ist es notwendig, dass die Verbraucher mittels Werbung weiterhin aufgeklärt werden dürfen. Dafür bedarf es verantwortungsvoller Werbung. Ein Werbeverbot für E-Zigaretten würde dem erklärten Ziel, die Raucherquoten zu senken, zuwiderlaufen und die Gesundheit von Millionen Rauchern unnötig aufs Spiel setzen.

» Studien- und Faktenlage zum Rauch-Stopp und Prävalenz bei Jugendlichen

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