• Der Aspekt Harm Reduction muss beim Thema Steuern zwingend einbezogen werden
  • Eine Differenzierung von E-Zigaretten gegenüber Tabak ist bei der Steuerlast zwingend erforderlich
  • Der VdeH fordert:
    • Keine „Tabaksteuer“ auf E-Zigaretten,
    • stattdessen ermäßigte Mehrwertsteuer, um Umstieg zu fördern

Berlin – Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) begrüsst es, dass Bündnis 90/Die Grünen die geringere Schädlichkeit von E-Zigaretten gegenüber Tabakzigaretten anerkennen und sich im Sinne des Ansatzes der Schadensminimierung (Harm Reduction) für eine Differenzierung der Steuerlast einsetzen . Denkt man diese Forderung zu Ende, müsste die Steuer auf Produkte des eZigarettenhandels so gering wie möglich ausfallen, um Raucher hin zur E-Zigarette zu lenken. Die logische Schlussfolgerung wäre ein Steuersatz von Null.

Ermäßigung des Mehrwertsteuersatzes zwingend erforderlich

Der VdeH fordert weiterhin, dass die Umsatzsteuer für Liquids im Gegenteil auf den ermäßigten Satz gesenkt werden muss, um Rauchern den Umstieg auf die 95% weniger schädliche Alternative nahezubringen. Dies wäre auch ein starkes gesundheitspolitisches Signal, um den jüngst auch vom Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) festgestellten Fehlvorstellungen der Bevölkerung über die E-Zigarette zu begegnen.

Das BfR hat in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, dass eine große Mehrheit von 84 Prozent der Bevölkerung vollkommen falsch über die tatsächlichen Vorteile der E-Zigarette gegenüber dem Rauchen informiert ist .

Michal Dobrajc, Vorsitzender des Verbands des eZigarettenhandels (VdeH) erklärt: „Bei der Besteuerung hat die Politik die Chance, den Umstieg von Rauchern auf die E-Zigarette zu fördern. Je weniger E-Zigaretten mit Steuern belastet sind, desto attraktiver werden sie für Raucher. E-Zigaretten enthalten keinen Tabak und haben daher auch nichts in einer „Tabaksteuer“ zu suchen. Vor diesem Hintergrund wären ein Verzicht auf eine solche Verbrauchsteuer und eine ermäßigte Mehrwertsteuer ein großer Schritt nach vorne im Sinne der Harm Reduction.“