Berlin – Mit der InterTabac 2019 in Dortmund geht heute eine wichtige und erfolgreiche internationale Fachmesse zu Ende. Einmal mehr hat sich gezeigt, welches enorme gesundheitspolitische und wirtschaftliche Potenzial in dem Segment der Next Generation Products steckt.

Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) möchte den Abschluss der Messe zum Anlass nehmen, um nochmals die Wichtigkeit einer maßvollen Regulierung der E-Zigarette auf Basis wissenschaftlicher Fakten zu unterstreichen.

Eine Abgrenzung zur Tabakzigarette ist erforderlich

Damit das gesundheitspolitische Potenzial der E-Zigarette vollständig genutzt werden kann und Raucher auf diese Alternative umsteigen, fordert der VdeH eine gesetzliche Unterscheidung zwischen herkömmlichen Tabakprodukten und E-Zigaretten.

„Eine gesetzliche Abgrenzung von Dampfprodukten gegenüber brennbaren Tabakerzeugnissen und Arzneimitteln ist längst überfällig“, sagt Michal Dobrajc, Erster Vorsitzender des VdeH und ergänzt: „wir brauchen neue, auf E-Zigaretten zugeschnittene Rechtsvorschriften. Eine deutliche Differenzierung muss dem im Vergleich zur Tabakzigarette wesentlich geringeren Schadstoffanteil vorbehaltlos Rechnung tragen.“

Aktuell birgt die Stillhaltefrist, bei der die Produkte sechs Monate vor dem Inverkehrbringen angemeldet werden müssen, massive Gefahren für die gesamte Branche. Große Online-Händler wie Amazon oder Ebay umgehen diese Frist und Verbraucher bestellen sich Produkte direkt in China, um nicht warten zu müssen. Unregulierte und ungeprüfte Produkte gelangen so auf den Europäischen Markt und gefährden den Ruf der gesamten Industrie.

Das Potenzial sollte man nutzen, statt es durch Überregulierung zu ersticken

Wichtig ist vor allem: Bei der E-Zigarette findet keine Verbrennung wie bei der Tabakzigarette statt. Sie bietet ein großes Potenzial bei der Risikoreduzierung und hat bereits Millionen Rauchern geholfen, weniger zu rauchen oder ganz darauf zu verzichten.

Maßgeblich für den großen Erfolg und die Akzeptanz unter Rauchern ist auch die breite Geschmacksvielfalt. Entgegen aller Befürchtungen, dass fruchtige oder süße Geschmacksrichtungen vor allem auf Kinder und Jugendliche abzielen, zeigt sich, wie sehr die verantwortungsvolle Vermarktung von Aromen erwachsenen Verbrauchern den Wechsel von brennbaren Produkten zu alternativen Nikotinprodukten erleichtern kann.

Aktionismus in den USA stärkt den Schwarzmarkt

Vor diesem Hintergrund sind auch die jüngsten Pläne der Trump-Adminstration alamierend, die jegliche Aromen, mit Ausnahme der Tabak-Aromen, in E-Zigaretten verbieten will. Dadurch werden Konsumenten, die nicht auf aromatisierte Produkte verzichten möchten, auf den Schwarzmarkt gedrängt oder sogar zur schädlichen Tabakzigarette zurückkehren. Zudem wird auch die Wahrnehmung der E-Zigarette in der Bevölkerung nachhaltig geschädigt und eine ganze Branche in Verruf gebracht, die mit den in den USA aufgetretenen Fällen, bei denen auf dem Schwarzmarkt beschaffte, illegale THC-Substanzen konsumiert wurden, nichts zu tun hat.