Berlin-Neukölln: Großeinsatz gegen Clan-Kriminalität – Behörden beschlagnahmen illegale Vapes

Bei einem groß angelegten Verbundeinsatz haben Polizei, Zoll, Ordnungsamt und weitere Behörden vor kurzem mehrere Objekte in Berlin-Neukölln durchsucht. Begleitet wurde die nächtliche Razzia erstmals auch vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner.

Die Kontrollen sind Teil regelmäßig stattfindender Verbundeinsätze in Neukölln, bei denen verschiedene Behörden gemeinsam gegen Strukturen der organisierten Kriminalität vorgehen. Rund um die Sonnenallee waren dabei erneut zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt, um den Druck auf die kriminelle Szene weiter zu erhöhen.

Im Fokus des Einsatzes standen unter anderem illegale Tabak- und Vape-Produkte. Die Einsatzkräfte stellten dabei Drogen, illegale Geldspielautomaten sowie große Mengen unversteuerter Tabakwaren und E-Zigaretten sicher.

Bei den beschlagnahmten Vapes handelte es sich laut Behörden um Produkte aus China, die die in der EU zulässigen Grenzwerte deutlich überschritten haben sollen. Statt der erlaubten zwei Milliliter Liquid enthielten einzelne Geräte demnach bis zu 50 Milliliter. Allein bei einem Fundort schätzt der Zoll den entstandenen Steuerschaden auf mehr als 200.000 Euro.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz unter anderem rund 860 unversteuerte E-Zigaretten, 100 Kilogramm Wasserpfeifentabak, hunderte Zigarettenpackungen und Nikotinbeutel sichergestellt. Zudem stellten die Behörden zahlreiche weitere Verstöße fest, unter anderem gegen das Tabaksteuerrecht sowie das Betäubungsmittel- und Konsumcannabisgesetz.

Der Einsatz zeigt erneut, welche Dimensionen der illegale Markt inzwischen erreicht hat und wie eng illegale Vape-Produkte zunehmend mit Strukturen der organisierten Kriminalität verknüpft sind.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Derartige Funde zeigen, dass der Schwarzmarkt längst nicht mehr aus einzelnen Verstößen besteht, sondern zunehmend von professionellen Strukturen geprägt ist. Wenn illegale Produkte in dieser Größenordnung auftauchen, muss klar sein: Hier geht es nicht mehr um Bagatelldelikte, sondern um organisierte Kriminalität.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

Berliner Morgenpost vom 23. Mai 2026 – „Kampf gegen Clans in Berlin: Wegner will den Druck erhöhen“