Göttingen: Stadt schließt Geschäfte wegen wiederholter Verstöße gegen den Jugendschutz
Die Stadt Göttingen ist in dieser Woche konsequent gegen wiederholte Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz vorgegangen und hat drei Geschäfte in der Innenstadt geschlossen und versiegelt. Die Gewerbebetriebe hatten laut Stadtverwaltung wiederholt Tabakwaren an Minderjährige verkauft.
Den Schließungen waren umfangreiche Ermittlungen der Polizeiinspektion Göttingen vorausgegangen. Dabei wurde festgestellt, dass die Betreiber trotz laufender Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren weiterhin unerlaubt Tabakwaren an Jugendliche abgaben. Nach Auffassung der Stadt haben sich die Verantwortlichen damit „gewerberechtlich als unzuverlässig“ erwiesen.
Unterstützt wurde die Maßnahme durch das Hauptzollamt Braunschweig, das Finanzamt Göttingen und das Veterinäramt des Landkreises.
Die Filialen wurden versiegelt. Ein Bruch der amtlichen Siegel würde als Straftat gelten und würde ein Zwangsgeld von bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des Verbands des E-Zigarettenhandels e. V. (VdeH), begrüßt das konsequente Vorgehen der Behörden: „Die Schließung dieser Geschäfte ist ein deutliches Signal, das wir gerne häufiger sehen würden. Wer wiederholt an Minderjährige verkauft, zeigt, dass er für den Betrieb eines verantwortungsvollen Gewerbes schlicht nicht geeignet ist. Solche Maßnahmen sind richtig und notwendig, um den Jugendschutz glaubwürdig durchzusetzen. Seriöse Fachgeschäfte halten sich an die Regeln – und genau das unterscheidet den legalen Handel vom Schwarzmarkt.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Statt Göttingen – Pressemeldung vom 12. November 2025


