Heilbronn: Zoll stellt unversteuerte und illegale Tabakwaren sicher
Bei mehreren Kontrollaktionen in der Heilbronner Innenstadt hat der Zoll erneut eine Vielzahl unversteuerter und nicht verkehrsfähiger Tabakwaren aus dem Handel gezogen. Die Einsätze fanden am 4. und 8. November statt und führten zu steuer- und strafrechtlichen Maßnahmen gegen mehrere Geschäftsbetreiber.
Am 4. November entdeckten Einsatzkräfte der Kontrolleinheit Verkehrswege in einem Lebensmittelgeschäft insgesamt 2.520 Zigaretten mit ausländischen Steuerzeichen sowie 57 illegale Vapes, die weder versteuert waren noch den gesetzlichen Vorgaben zur maximal zulässigen Füllmenge von 2 Millilitern entsprachen. Zusätzlich wurde Snus, der in Deutschland nicht verkehrsfähig ist, sichergestellt. Die Tabaksteuer wurde auf 745,26 Euro festgesetzt.
Bei weiteren Kontrollen am 8. November nahm der Zoll zwei Kioske und Spätkaufmärkte ins Visier. Dort fanden die Beamtinnen und Beamten 197 unversteuerte Vapes, Wasserpfeifentabak mit falschen Steuerzeichen sowie 34 Dosen Snus. Die festgesetzte Steuer betrug 1.147,33 Euro.
Alle Produkte wurden als Beweismittel sichergestellt. Zusätzlich leiteten die Behörden entsprechende Verfahren wegen Verstößen gegen das Tabaksteuergesetz und das Tabakerzeugnisgesetz ein.

Quelle: Hauptzollamt Heilbronn

Quelle: Hauptzollamt Heilbronn
Oliver Pohland, Geschäftsführer des Verbands des E-Zigarettenhandels e. V. (VdeH), kommentiert: „Es ist gut, dass der Zoll solche Produkte aus dem Verkehr zieht, aber wenn man die beschlagnahmen Mengen in Relation zu den geschätzten fünf bis zehn Millionen illegalen Vapes setzt, die jeden Monat nach Deutschland gelangen, wird leider deutlich, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Hauptzollamt Heilbronn – Presseportal vom 12. November 2025


