Jugendschutzkontrollen in Wilhelmshaven: Minderjährige erhalten E-Zigaretten und Alkohol
Bei Testkäufen in Wilhelmshaven haben Jugendamt und Polizei Verstöße gegen den Jugendschutz festgestellt. Ziel der Kontrollen war es zu überprüfen, ob Verkaufsstellen die gesetzlichen Vorgaben beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren, darunter auch E-Zigaretten, einhalten.
Das Ergebnis fiel deutlich aus: In drei von acht überprüften Verkaufsstellen erhielten minderjährige Testkäufer Produkte, die ihnen gesetzlich nicht verkauft werden dürfen.
Die Kontrollen zeigen, dass die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften im Einzelhandel weiterhin nicht selbstverständlich ist. Gegen die betroffenen Verkaufsstellen beziehungsweise Mitarbeiter wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.
Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) kritisiert solche Verstöße deutlich.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige ist strikt verboten und nicht akzeptabel. Wer sich nicht an diese Regeln hält, schadet nicht nur dem Jugendschutz, sondern dem gesamten Markt. Gerade solche Fälle zeigen, wie wichtig regelmäßige Kontrollen und klare Konsequenzen bei Verstößen sind.“
Der legale Fachhandel setzt auf strikte Alterskontrollen und verantwortungsvollen Verkauf. Fälle wie diese verdeutlichen, dass diese Standards im gesamten Markt konsequent eingehalten werden müssen.
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Pressemitteilung der Stadt Wilhelmshaven vom 26. März 2026 – Minderjährigen wird Alkohol und Tabak verkauft


