Bayerisches LKA warnt vor lebensgefährlichen Substanzen in illegalen Vapes

Das Bayerische LKA warnt aktuell eindringlich vor dem Konsum von E-Zigaretten, die mit synthetischen Drogen versetzt sind. Anlass sind mehrere schwere Fälle innerhalb kurzer Zeit: In Bayern wurden zwei Todesfälle sowie mehrere schwere Vergiftungen im Zusammenhang mit manipulierten Vapes bekannt.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Landeskriminalamts enthielten die verwendeten Produkte unter anderem das synthetische Opioid Etodezitramid, das zusammen mit weiteren psychoaktiven Substanzen über E-Zigaretten konsumiert wurde. In einem Fall musste ein Konsument sogar reanimiert werden.

Bei Etodezitramid handelt es sich um ein hochpotentes synthetisches Opioid, das strukturell mit anderen gefährlichen Substanzen wie Fentanyl verwandt ist. Bereits kleinste Mengen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Das LKA weist darauf hin, dass bereits geringe Überdosierungen zu lebensbedrohlichen Zuständen oder zum Tod führen können. Die Behörden warnen daher ausdrücklich vor dem Konsum solcher Stoffe.

Der Verband des eZigarettenhandels unterstützt die Warnung des Bayerischen Landeskriminalamts ausdrücklich und sieht in den aktuellen Fällen ein alarmierendes Beispiel für die zunehmenden Gefahren des Schwarzmarkts.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Solche Substanzen haben in E-Zigaretten nichts zu suchen. Legale Produkte aus dem Fachhandel enthalten derartige Stoffe nicht und unterliegen klaren gesetzlichen Vorgaben und Kontrollen. Fälle wie diese sind ausschließlich dem Schwarzmarkt zuzuordnen, wo Produkte ohne jede Qualitätsprüfung und oft unter Missachtung des Jugend- und Verbraucherschutzes in Umlauf gebracht werden.“

Vor diesem Hintergrund wirken die aktuellen Vorhaben des BMLEH, Inhaltsstoffe wie Menthol zu verbieten, umso weniger nachvollziehbar. Statt legale und etablierte Inhaltsstoffe zu verbieten, sollte der Fokus darauf liegen, die tatsächlich gefährlichen Entwicklungen im Schwarzmarkt wirksam zu bekämpfen.

„Die nachhaltige Bekämpfung des Schwarzmarkts gelingt nur durch konsequente Kontrollen und umfangreiche Aufklärung. Aktuelle politische Vorhaben laufen jedoch häufig in die entgegengesetzte Richtung und werden den illegalen Handel zusätzlich stärken“, so Pohland.

Der VdeH fordert, die Gefahren durch illegale Produkte stärker in den Fokus zu rücken und Verbraucher gezielt über die Risiken des Schwarzmarkts aufzuklären..


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

Pressemeldung des Bayerischen Landeskriminalamt vom 25. März 2026 – Todesfälle und Intoxikationen nach Konsum von Vapes mit synthetischen Opioiden insbesondere Etodezitramid