Shisha-Shop in Berlin: Über 24.000 illegale Vapes und weitere verbotene Produkte sichergestellt
Bei einer Kontrolle in Berlin haben Einsatzkräfte des Zolls eine erhebliche Menge illegaler E-Zigaretten sowie weitere verbotene und unversteuerte Produkte sichergestellt. Die Maßnahme fand bereits Anfang März in einem Shisha-Shop im Bezirk Berlin-Schöneberg statt und entwickelte sich zu einem umfangreichen Ermittlungsverfahren.
Ausgangspunkt war eine routinemäßige Kontrolle, bei der Zöllner unversteuerte Vapes offen auf dem Verkaufstresen entdeckten. Daraufhin wurde unmittelbar ein Strafverfahren gegen den Inhaber eingeleitet. Als ein Mitarbeiter den Zugang zu weiteren Räumen verweigerte, erwirkte die Staatsanwaltschaft kurzfristig einen Durchsuchungsbeschluss.
Bei der anschließenden Durchsuchung wurden die Beamten im Lagerraum fündig: Insgesamt stellten sie 24.436 unversteuerte E-Zigaretten, 27.899 Dosen Snus sowie 17 Kilogramm unversteuerten Shisha-Tabak sicher. Zudem entdeckten die Einsatzkräfte sieben Kilogramm Cannabis.
Im weiteren Verlauf wurden, in Zusammenarbeit mit dem Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg, auch die Wohn- und Lagerräume des Inhabers durchsucht. Auch dort fanden die Ermittler weitere erhebliche Mengen unversteuerter Vapes und verbotener Nikotinprodukte.
Die sichergestellten Waren wurden aus dem Verkehr gezogen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.


Der Verband des eZigarettenhandels sieht in dem Fall ein besonders deutliches Beispiel für die Strukturen des illegalen Handels.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Die Dimension dieses Fundes zeigt, dass wir es hier nicht mit Einzelfällen zu tun haben. Wenn zehntausende Vapes zusammen mit weiteren illegalen Produkten in Verkaufs-, Lager- und sogar Wohnräumen gefunden werden, spricht vieles für klar organisierte Vertriebsstrukturen.“
Pohland betont, dass der Fall auch zeige, wie wichtig konsequente Kontrollen und die enge Zusammenarbeit der Behörden seien: „Nur durch solche Maßnahmen lassen sich diese Strukturen aufdecken und wirksam bekämpfen. Gleichzeitig wird deutlich, dass der illegale Handel häufig mit weiteren Straftaten verknüpft ist. Ein weiterer Grund, den Fokus stärker auf die Bekämpfung des Schwarzmarkts zu legen.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Hauptzollamt Berlin – Presseportal vom 8. März 2026


