Zoll stellt über 1.000 illegale Vapes auf Dortmunder Flohmarkt sicher
Bei Kontrollen auf einem Flohmarkt in Dortmund haben Einsatzkräfte des Hauptzollamts Dortmund gemeinsam mit der Polizei eine größere Menge illegaler Einweg-E-Zigaretten sichergestellt. Die Maßnahme richtete sich gegen den Verkauf nicht zugelassener und unversteuerter Produkte.
Bei der Überprüfung mehrerer Stände wurden die Beamten an drei Verkaufsständen fündig. Insgesamt stellten sie 1.174 nicht verkehrsfähige Einweg-Vapes sicher, die zusammen rund 19,1 Liter unversteuertes Liquid enthielten. Der daraus resultierende Steuerschaden beläuft sich nach ersten Berechnungen auf über 6.100 Euro.
Die sichergestellten Produkte verstießen sowohl gegen steuerrechtliche Vorschriften als auch gegen die gesetzlichen Anforderungen an E-Zigaretten in Deutschland. Gegen die Standbetreiber wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhehlerei sowie Verstößen gegen das Tabakerzeugnisgesetz eingeleitet.
Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) sieht in dem Fund ein symptomatisches Beispiel für die aktuelle Marktentwicklung.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Solche Funde auf Flohmärkten sind leider keine Ausnahme mehr. Ähnlich dürfte es inzwischen auf vielen Veranstaltungen dieser Art in ganz Deutschland aussehen. Der Schwarzmarkt agiert weitgehend ungestört weiter, während versucht wird, das Problem vor allem mit immer neuen Verboten zu lösen. Das greift zu kurz. Stattdessen braucht es eine konsequente Durchsetzung bestehender Regeln und einen stärkeren Fokus auf die tatsächlichen Vertriebswege illegaler Produkte.“
Der VdeH fordert, den illegalen Handel mit E-Zigaretten stärker in den Fokus der Marktüberwachung zu rücken und bestehende Vorschriften konsequent durchzusetzen.
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Hauptzollamt Dortmund – Presseportal vom 23. März 2026


