Berlin: Mehrere Betriebe in Neukölln bei nächtlichem Großeinsatz überprüft
Bei einer groß angelegten nächtlichen Kontrollaktion haben Zoll, Polizei und Steuerfahndung vor kurzem mehrere Gewerbebetriebe im Süden Berlins überprüft. Der Einsatz konzentrierte sich insbesondere auf Neukölln, wo unter anderem Spätkäufe, Shisha-Bars und weitere Lokale kontrolliert wurden.
Dabei stellten die Einsatzkräfte mehr als 120 Kilogramm unversteuerten Shisha-Tabak sowie zahlreiche unversteuerte E-Zigaretten sicher.
Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Verstöße festgestellt, darunter Unregelmäßigkeiten bei der Kassenführung, Hinweise auf Sozialleistungsmissbrauch sowie Verstöße gegen die Spielverordnung. In einem weiteren Geschäft fanden die Beamten zudem Lachgasdosen.
Ein besonderer Fokus der Kontrollen lag auf steuerlichen Aspekten und der ordnungsgemäßen Abrechnung in den Betrieben. Hintergrund ist das verstärkte Vorgehen der Berliner Behörden gegen organisierte Finanzkriminalität. Insbesondere Gewerbe mit hohem Bargeldaufkommen geraten dabei zunehmend in den Blick der Ermittler.
Nach Einschätzung der Behörden werden solche Geschäfte teilweise über Strohleute betrieben, während im Hintergrund mutmaßlich organisierte Strukturen aus dem Clan-Milieu agieren. Ziel der gemeinsamen Einsätze ist es daher, diese Netzwerke aufzudecken und langfristig zu zerschlagen.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt: „Solche Einsätze zeigen, wie wichtig die konsequente Zusammenarbeit der Behörden im Kampf gegen den illegalen Handel ist. Gleichzeitig machen die vielfachen Verstöße deutlich, dass hier ein erheblicher Handlungsbedarf besteht.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Tagesspiegel vom 25. April 2026 – „Zoll und Polizei durchsuchen Gewerbe in Berlin“
Berliner Morgenpost vom 26. April 2026 – „Bei Razzien: Zoll und Polizei finden illegale E-Zigaretten und Shisha-Tabak“


