Darmstadt: Versteck im Laden entdeckt – Zoll stellt illegale E-Zigaretten sicher
Bei einer gemeinsamen Kontrolle von Zoll und Ordnungsamt ist vor kurzem in Darmstadt ein Geschäft ins Visier geraten, ausgelöst durch den Hinweis eines Vaters, dessen minderjährige Tochter dort eine E-Zigarette erwerben konnte.
Bei der Überprüfung im Stadtteil Arheilgen machten die Einsatzkräfte einen ungewöhnlichen Fund: In einer in die Bodenleiste eingebauten, versteckten Schublade lagerten insgesamt 176 unversteuerte E-Zigaretten. Gegen den Verantwortlichen wurde daraufhin ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet.
Zudem stellten die Beamten fest, dass die Produkte nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprachen. Die sichergestellten E-Zigaretten wiesen eine Füllmenge von rund 20 Millilitern auf und überschritten damit die in der EU zulässige Höchstmenge deutlich. Entsprechend steht auch ein Verstoß gegen das Tabakerzeugnisgesetz im Raum.
Neben den E-Zigaretten wurden im Rahmen der Kontrolle weitere auffällige Produkte entdeckt: Unter anderem fanden die Einsatzkräfte Lachgaskartuschen sowie mehrere hundert Dosen mit Nikotinbeuteln, für die keine erforderliche Zulassung vorlag. Auch in diesen Fällen wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt „Der Einsatz eigens eingebauter Verstecke in Geschäftsräumen macht deutlich, wie professionell und mit welcher kriminellen Energie hier agiert wird. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass weiterhin erheblicher Handlungsbedarf besteht, um den Schwarzmarkt nachhaltig einzudämmen.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Hauptzollamt Darmstadt – Presseportal vom 4. Mai 2026


