Großaktion gegen illegale Vapes deckt millionenfachen Schmuggel in Europa auf

Eine groß angelegte internationale Kontrollaktion hat das Ausmaß des illegalen Handels mit E-Zigaretten und verwandten Produkten in Europa offengelegt. Unter der Federführung des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF) führten Zollbehörden aus insgesamt 30 Ländern koordinierte Maßnahmen durch, mit beachtlichen Ergebnissen.

Im Rahmen der sogenannten „JCO VAPE“-Operation wurden enorme Mengen sichergestellt. Fast zwei Millionen illegale E-Zigaretten, über 1.500 Einheiten Liquids sowie 61.000 erhitzbare Tabakprodukte wurden beschlagnahmt. Den größten Einzelfund meldete Belgien mit rund 1,7 Millionen sichergestellten E-Zigaretten.

Die Aktion zeigt deutlich, wie stark der illegale Markt in ganz Europa gewachsen ist. Diese Entwicklung wird zunehmend von kriminellen Strukturen ausgenutzt, die mit nicht regelkonformen Produkten hohe Gewinne erzielen.

Besonders auffällig waren die ausgeklügelten Methoden der Schmuggler: Die Waren wurden gezielt falsch deklariert, um Kontrollen zu umgehen. So tauchten die Lieferungen beispielsweise als Spielzeug, Kleidung, Handtücher, Kopfhörer oder sogar ätherische Öle in den Frachtpapieren auf.

Ein Großteil der beschlagnahmten Produkte verstieß gegen geltende Vorschriften. Dazu zählten unter überhöhte Nikotingehalte, nicht zugelassene Geräte sowie Mängel bei Kennzeichnung und Inhaltsstoffen. Durch den illegalen Handel entstehen erhebliche wirtschaftliche Schäden, etwa durch entgangene Steuereinnahmen.

Die Operation lieferte den Behörden darüber hinaus wichtige Erkenntnisse über neue Schmuggelrouten, Vertriebswege und Vorgehensweisen. Diese sollen künftig dabei helfen, noch gezielter gegen den illegalen Handel vorzugehen.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des Verbands des eZigarettenhandels (VdeH), kommentiert die Ergebnisse: „Diese internationale Großkontrolle zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Zoll- und Ermittlungsbehörden in Europa ist. Der Fund mehrerer Millionen illegaler Produkte macht deutlich, dass der Schwarzmarkt längst kein Randphänomen mehr ist.

Die Arbeit der Behörden verdient große Anerkennung, denn sie schützt Verbraucher und stärkt den legalen Markt. Gleichzeitig wird aber auch klar: Um den illegalen Handel nachhaltig einzudämmen, braucht es weitere konsequente Maßnahmen, harte Strafen und eine noch stärkere internationale Koordination.

Die sichergestellten Mengen sind ein deutliches Anzeichen dafür, dass hier organisierte kriminelle Strukturen am Werk sind. Umso wichtiger ist es, diesen Netzwerken langfristig die Grundlage zu entziehen und gleichzeitig legale Anbieter zu stärken.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

European Anti-Fraud Office – Press Release 17. April 2026 – JCO VAPE: OLAF and international customs authorities crack down on illegal trade in e-cigarettes