Göttingen: Erneute Kontrollen decken zahlreiche Verstöße auf
In Göttingen gehen die Behörden weiterhin konsequent gegen den Handel mit illegalen E-Zigaretten vor. Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion mehrerer Stellen wurden vor kurzem erneut zahlreiche Verstöße in Kiosk- und Tabakgeschäften festgestellt.
Im Fokus der Maßnahmen standen insgesamt zehn Betriebe, die gezielt überprüft wurden. Einige von ihnen hatten zuvor in sozialen Netzwerken für nicht verkehrsfähige Produkte geworben, darunter auch sogenannte THC-Vapes, deren Verkauf in Deutschland verboten ist. Bereits bei früheren Kontrollen waren ähnliche Auffälligkeiten festgestellt worden.
Auch diesmal wurden die Einsatzkräfte fündig: Insgesamt beschlagnahmten sie mehrere hundert Produkte, darunter eine große Menge an illegalen Vapes. Besonders auffällig waren dabei Geräte, die nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprachen oder verbotene Inhaltsstoffe enthielten. Zudem wurden auch THC-haltige Produkte sichergestellt.
Neben den Verstößen im Zusammenhang mit E-Zigaretten stellten die Behörden auch weitere Unregelmäßigkeiten fest, etwa im Bereich Steuerrecht und sogar einen Verstoß gegen das Waffengesetz.
Die Liste der eingeleiteten Verfahren ist entsprechend lang: Sie reicht von Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz über das Lebensmittelrecht bis hin zu Steuerdelikten. In einem besonders gravierenden Fall wurde einem Betrieb der Verkauf von Tabakwaren unmittelbar untersagt.
Die Behörden betonen, dass insbesondere der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt der Maßnahmen steht.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des Verbands des eZigarettenhandels (VdeH), ordnet die Ergebnisse ein: „Die aktuellen Funde zeigen deutlich, wie wichtig die konsequente Arbeit von Zoll, Polizei und den beteiligten Behörden ist. Derartige Kontrollen sind ein zentraler Baustein im Kampf gegen den Schwarzmarkt, der sich bewusst außerhalb der gesetzlichen Vorgaben bewegt und sich dabei gezielt an Jugendliche richtet. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, um den illegalen Handel nachhaltig einzudämmen. Wenn in diesem Umfang verbotene Produkte im Umlauf sind, ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass hier organisierte Strukturen wirken, die über Einzelfälle hinausgehen. Umso wichtiger ist es, den legalen Markt zu stärken und gleichzeitig den Verfolgungsdruck auf illegale Anbieter weiter zu erhöhen.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Polizeiinspektion Göttingen – Presseportal vom 14. April 2026


