Großrazzia in Berlin: Polizei entdeckt geheimes Vape-Versteck im Shisha Shop

Wie die BZ berichtet, stießen Einsatzkräfte bei einer Razzia in einem Shisha-Geschäft in Berlin-Charlottenburg auf ein ausgeklügeltes Verstecksystem für illegale E-Zigaretten.

Eigentlich waren die Ermittler auf der Suche nach illegalen Waffen, doch in einem Shisha Shop fanden sie große Mengen nicht verkehrsfähiger Vapes.

Beteiligt waren neben der Polizei auch Zoll, Steuerfahndung und das Landeskriminalamt. Hinweise deuteten bereits zuvor auf den Handel mit illegalen E Zigaretten hin. Im Laden entdeckten die Beamten schließlich ein Versteck hinter einem aufklappbaren Spiegel, in dem die illegale Produkte lagerten. Über ein Loch in der Wand konnten diese unauffällig in den Verkaufsraum gereicht werden konnten. Zudem fanden sie ein Funkgerät, das mutmaßlich zur Koordination von Nachschublieferungen aus externen Verstecken  genutzt wurde.

Der VdeH warnt seit Monaten vor dieser Entwicklung. Die organisierte Kriminalität hat den illegalen Handel mit Vapes längst als lukrativen Geschäftszweig entdeckt. Das birgt erhebliche Risiken, für den Verbraucherschutz ebenso wie für den Jugendschutz. Die aktuellen Funde zeigen erneut, wie professionell und strukturiert der kriminelle Schwarzmarkt inzwischen vorgeht.

Produkte aus dem legalen Fachhandel sind geprüft, sicher und entsprechen allen gesetzlichen Vorgaben. Bei den hier entdeckten illegalen Vapes handelt es sich ausschließlich um Schwarzmarkt-Produkte, diese haben nichts mit dem regulierten Markt zu tun.

Wir fordern die Behörden auf, die Kontrollen weiter zu intensivieren und Verstöße entschlossen zu ahnden. Nur mit spürbaren Strafen und regelmäßigen Durchgriffen lässt sich der illegale Handel nachhaltig zurückdrängen. Weitere Verbote würden daran nichts ändern, entscheidend ist die konsequente Durchsetzung der bestehenden Gesetze.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH betont: „Dieser Fall zeigt erneut, wohin es führt, wenn der Schwarzmarkt ungestört wachsen kann. Organisierte Kriminelle Strukturen werden immer kreativer, während Verbraucher und Jugendliche erheblichen Risiken ausgesetzt werden. Wer glaubt, es sei damit getan, neue Gesetze zu fordern, verkennt die Realität. Entscheidend ist, dass die bestehenden Regeln endlich wirksam durchgesetzt werden.“

Wir bekräftigen daher unser Angebot, unsere fachliche Expertise einzubringen und gemeinsam mit den zuständigen Behörden an einem runden Tisch Lösungen zu erarbeiten, um diese Missstände wirksam zu bekämpfen.


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

B.Z. vom 9. Dezember 2025Spiegel Trick im Shisha-Shop