Jugendschutzkontrollen in Bottrop: Mehrere Kioske verkaufen E-Zigaretten an Minderjährige

Bei Jugendschutzkontrollen im Stadtgebiet von Bottrop hat das Ordnungsamt mehrere Verstöße beim Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige festgestellt. Im Rahmen der Überprüfung setzte die Stadt eine minderjährige Testkäuferin ein, die in verschiedenen Kiosken versuchte, Vapes zu erwerben.

Das Ergebnis der Stichprobe fiel deutlich aus: In fünf von 13 kontrollierten Kiosken erhielt die Testkäuferin tatsächlich E-Zigaretten – obwohl der Verkauf an Personen unter 18 Jahren gesetzlich verboten ist. In einigen Fällen zeigte die Testkäuferin sogar ihren echten Ausweis vor.

Gegen die betroffenen Betreiber wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Ihnen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Die Kontrollen zeigen aus Sicht der Behörden, wie wichtig regelmäßige Überprüfungen im Bereich Jugendschutz sind.

Der Verband des eZigarettenhandels kritisiert solche Verstöße deutlich. Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige ist strikt verboten und für den seriösen Fachhandel völlig inakzeptabel. Wer bewusst gegen diese Regeln verstößt, schadet nicht nur dem Jugendschutz, sondern auch der gesamten Branche. Solche Fälle zeigen, wie wichtig konsequente Kontrollen sind. Gleichzeitig müssen Verstöße klar sanktioniert werden, damit sich gesetzestreue Händler nicht gegenüber schwarzen Schafen benachteiligt sehen.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quellen

Stadt BottropPressemitteilung vom 3. März 2026