Zoll stellt tausende illegale Vapes bei Kontrolle in Würselen sicher
Vor kurzem haben Einsatzkräfte des Aachener Zolls im Rahmen einer größeren Kontrollaktion in Würselen und Baesweiler eine erhebliche Menge illegaler und unversteuerter E-Zigaretten sichergestellt. Allein in einem Kiosk sowie einer darüberliegenden Wohnung entdeckten die Beamten 6.278 unversteuerte und nicht verkehrsfähige Vapes. Darunter befanden sich auch sogenannte „Big Puffs“ mit extrem hohen Zugzahlen, die nicht den gesetzlichen Vorgaben für den deutschen Markt entsprechen.
Die Menge der sichergestellten Waren war so groß, dass die Beamten noch mehrere Tage mit der genauen Erfassung und Dokumentation beschäftigt waren. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Zoll und Polizei sowie ein Rauschgiftspürhund im Einsatz. Im Rahmen der Kontrollen wurden neben dem Kiosk auch mehrere Shisha-Bars, Spielhallen und Fahrzeuge überprüft.
Neben den E-Zigaretten stellten die Beamten auch Bargeld in Höhe von rund 52.000 Euro sicher. Gegen den Betreiber des betroffenen Kiosks wird unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei ermittelt. Die genaue Höhe des entstandenen Steuerschadens wird derzeit noch berechnet.
Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte weitere unversteuerte oder nicht zulässige Waren. Dazu zählen 28.600 Zigaretten, 4.600 Dosen Snus, rund 50 Kilogramm Wasserpfeifentabak sowie HHC-Vapes, CBD-Produkte und Pyrotechnik. Diese Funde wurden ebenfalls sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.



Der Verband des eZigarettenhandels sieht in dem Einsatz ein deutliches Beispiel für die Dimension des Problems. Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Solche Razzien zeigen sehr deutlich, wie stark sich der Schwarzmarkt inzwischen etabliert hat. Das bewusste und systematische Umgehen von Steuer- und Produktsicherheitsvorschriften legt nahe, dass hinter solchen Fällen häufig organisierte Strukturen stehen. Von Einzelfällen kann hier längst keine Rede mehr sein.“
Der illegale Handel mit E-Zigaretten ist kein Kavaliersdelikt, sondern verursacht erhebliche Steuerschäden und untergräbt den legalen Fachhandel. Um diesen Entwicklungen wirksam entgegenzutreten, braucht es konsequente Kontrollen und weitere Anstrengungen, um den Schwarzmarkt nachhaltig einzudämmen. Der VdeH unterstützt die Arbeit der Behörden im Kampf gegen den illegalen Handel und setzt sich weiterhin für einen fairen, regulierten Markt für E-Zigaretten ein.
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quellen
Hauptzollamt Aachen – Presseportal vom 3. März 2026
Aachener Zeitung vom 3. März 2026 – Nach dem Großeinsatz in Würselen: Der Zoll zeigt zigtausend beschlagnahmte Artikel


