Nürnberg: Großrazzia gegen mutmaßliches Netzwerk für illegale Vapes

Zoll, Polizei und Staatsanwaltschaft sind vor kurzem gegen eine mutmaßliche Gruppe vorgegangen, die in Nürnberg mit unversteuerten E-Zigaretten und weiteren Tabak- und Nikotinprodukten gehandelt haben soll. Nach Angaben der Ermittler richtet sich das Verfahren gegen insgesamt zwölf Beschuldigte im Alter zwischen 24 und 47 Jahren.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, geschmuggelte E-Zigaretten sowie mutmaßlich illegal hergestellten Wasserpfeifentabak über mehrere Verkaufsstellen vertrieben zu haben. Dabei sollen die Produkte auch gezielt an Kinder und Jugendliche verkauft worden sein.

Im Rahmen eines groß angelegten Einsatzes wurden 13 Wohnungen, vier Kioske sowie zwei weitere Gewerbebetriebe durchsucht. Dabei stellten die Ermittler unter anderem rund 8.000 unversteuerte E-Zigaretten, etwa 8.000 unversteuerte Zigaretten, knapp 4.000 Nikotinbeutel und rund 70.000 Euro Bargeld sicher. Darüber hinaus entdeckten die Einsatzkräfte mehr als 300 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak.

Die Zollfahndung schätzt den bislang entstandenen Steuerschaden auf rund 72.000 Euro. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Steuerhehlerei, Steuerhinterziehung sowie weiterer Verstöße gegen tabakrechtliche Vorschriften dauern an.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Wenn illegale Akteure unversteuerte Vapes und andere Nikotinprodukte vertreiben und dabei sogar Minderjährige als Kunden in den Fokus nehmen, zeigt das sehr deutlich, wo das eigentliche Problem liegt. Der legale Fachhandel hält sich an Alterskontrollen und gesetzliche Vorgaben, der Schwarzmarkt hingegen kennt weder Jugendschutz noch Produktsicherheit.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quellen

Zollfahndungsamt NürnbergPresseportal vom 16. Juni 2026

Nürnberger Nachrichten vom 16. Juni 2026 – „Illegale Zigaretten an Kinder verkauft: Zoll filzt in Nürnberg 13 Wohnungen und Kioske“

ntv vom 16. Juni 2025 – „Verdacht: Bande verkauft illegale E-Zigaretten an Kinder“