Frankfurt: 1,8 Millionen Steuerschaden durch illegale Vapes – mutmaßlicher Bandenchef festgenommen

Frankfurter Zollfahnder haben vor kurzem in einer Lagerhalle in Heusenstamm einen der bislang größten Funde illegaler E-Zigaretten der vergangenen Monate gemacht. Sichergestellt wurden mehrere Hunderttausend unversteuerte und in Deutschland nicht zugelassene Einweg-Vapes.

Die Ermittlungen richten sich gegen eine mutmaßliche Schmugglergruppierung, der bandenmäßiger Einfuhrschmuggel sowie der Handel mit unversteuerten Zigaretten und E-Zigaretten vorgeworfen wird. Im Zuge weiterer Durchsuchungen stellten die Ermittler rund 170.000 Euro Bargeld, Gold und Schmuck im Wert von etwa 150.000 Euro sowie umfangreiche Beweismittel sicher. Gegen den mutmaßlichen Haupttäter wurde am Frankfurter Flughafen ein Haftbefehl vollstreckt, kurz bevor dieser in die Vereinigten Arabischen Emirate ausreisen wollte. Zusätzlich wurde ein Vermögensarrest in Höhe von 1,5 Millionen Euro angeordnet.

Die Dimensionen des Falls werden besonders bei einem Blick auf die sichergestellte Ware deutlich: Die beschlagnahmten Vapes füllten insgesamt 56 Europaletten. Nach Angaben der Ermittler überschritten die Produkte die in Deutschland zulässigen Höchstmengen an Liquid um ein Vielfaches und waren zudem nicht versteuert. Allein der bislang bekannte Steuerschaden wird auf mindestens 1,8 Millionen Euro geschätzt.

Bereits im vergangenen Jahr konnten Ermittler in Zusammenarbeit mit dänischen Behörden 35.000 geschmuggelte Vapes sicherstellen, die derselben Gruppierung zugerechnet werden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Produkte aus China per Luftfracht in die Europäische Union eingeschleust.

Neben den illegalen E-Zigaretten fanden die Ermittler in der Lagerhalle auch mutmaßlich gefälschte Arzneimittel und Markenfälschungen. Die Ermittlungen dauern an.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Die sichergestellten Mengen sind erschreckend und machen deutlich, wie groß das Problem inzwischen geworden ist. Umso wichtiger ist es, dass die Ermittler nicht nur die Ware aus dem Verkehr ziehen konnten, sondern mit der Festnahme des mutmaßlichen Hauptverantwortlichen am Flughafen offenbar auch gezielt gegen die Strukturen hinter dem Schmuggel vorgegangen sind.“


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Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quellen

Zollfahndungsamt Frankfurt am MainPresseportal vom 18. Juni 2026

Pressemitteilung Zoll 18. Juni 2026 – „Massenweise illegale Vapes aus dem Verkehr gezogen“