Harm Reduction

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Harm Reduction2019-09-17T14:21:04+01:00

Unsere Position zur
HARM REDUCTION

Es gibt kein Szenario, in dem es für die Gesundheit eines Rauchers besser wäre, das Rauchen fortzusetzen anstatt auf das Dampfen umzusteigen.

Nach Angaben der WHO sterben jährlich sechs Millionen Menschen durch die Folgen des Rauchtabakkonsums, in diesem Jahrhundert soll insgesamt die Zahl von einer Milliarde Menschen erreicht werden. Rauchen ist die größte vermeidbare Ursache für schwere Erkrankungen bis hin zum frühzeitigen Tod.
Quelle: https://www.who.int/tobacco/mpower/en/

Deutschland ist mit einer Raucherquote von 28% auf dem vorletzten EU-Rang bei der Tabakprävention. Das zeigt, dass bisherige Maßnahmen, die Raucherquoten zu senken, weit davon entfernt sind, effektiv zu sein. Insbesondere der seit langem verfolgte Ansatz „Quit or die“, also das Raten zur völligen Abstinenz, wirkt nicht. Dies wurde zuletzt auch von Experten im Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2019 eindrucksvoll bestätigt. Angesichts dieser Zahlen und dieser Entwicklung muss jede Chance ergriffen werden, die erwachsenen Rauchern einen Umstieg auf eine potenziell risikoreduzierte Alternative zum Rauchen ermöglicht.

Die E-Zigarette

E-Zigaretten sind nach aktuellem Kenntnisstand im Vergleich zu Tabakrauch 95% weniger schädlich. Sie werden fast ausschließlich von (ehemaligen) Tabakrauchern genutzt und haben sich mit einer doppelt so hohen Wirksamkeit als Ausstiegshilfe gegenüber klassischen Nikotinersatztherapien als probates Mittel zur Rauchentwöhnung millionenfach bewährt. Teilweise wird eine dreifach so hohe Wirksamkeit festgestellt.

E-Zigaretten sind nicht für Jugendliche und nicht für Nichtraucher bestimmt. Wer keinen Tabak raucht, sollte nicht mit dem Konsum von E-Zigaretten beginnen. Wer aber raucht, der kann sein Risiko zu erkranken erheblich minimieren. So sagt auch die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE), dass kein Szenario denkbar wäre, wonach es für die Gesundheit eines Rauchers besser wäre, das Rauchen fortzusetzen anstatt auf das Dampfen umzusteigen. In umfangreichen Untersuchungen ist PHE zu dem Ergebnis gekommen, dass der Dampf einer E-Zigarette 95% weniger Schadstoffe enthält als der Rauch einer Zigarette. Zahlreiche andere Studien bestätigen diese Einschätzung. Auch anerkannte Institutionen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) erkennen die geringere Schädlichkeit der E-Zigarette mittlerweile an.

Kritiker der E-Zigarette führen gerne Feinstaub, Acrolein, Karzinogene wie Formaldehyd, Nickel und Chrom an, die angeblich im Dampf von E-Zigaretten nachgewiesen worden sein sollen. Dabei verschweigen sie nicht nur die umstrittene fachliche Qualität dieser Untersuchungen, sondern auch, dass lediglich minimale Spuren dieser Stoffe gemessen wurden, die um ein Vielfaches unter dem liegen, was im Tabakrauch enthalten ist. Bei dem Stoff Formaldehyd beispielsweise entspricht der gemessene Gehalt ungefähr dem in unbelasteter Atemluft.

Fest steht: Selbst wenn potenziell gesundheitsgefährdende Stoffe im Dampf von E-Zigaretten enthalten sind, so ist deren Anteil ein Bruchteil dessen, was im Tabakrauch vorkommt. Wenn es einem Raucher mit anderen Methoden nicht gelingt, das Rauchen aufzugeben, ist die E-Zigarette das Mittel der Wahl, seine Gesundheitsrisiken erheblich zu senken.

In einigen Ländern (z.B. Großbritannien, Neuseeland) wurde die große gesundheitspolitische Chance, die die E-Zigarette darstellt, um den Folgen der rauchtabakbedingten Erkrankungen bis hin zum Tod zu begegnen, erkannt und ein Umstieg wird Rauchern ausdrücklich empfohlen.

Prof. Stöver vom Institut für Suchtforschung stellt fest, dass es wichtig sei, „alle verfügbaren Rauchstopp-Methoden eingehend zu prüfen, und nicht vorschnell aus dem ohnehin nicht prall gefüllten Köcher“ zu werfen. Genau dies sei aber in Deutschland mit der E-Zigarette geschehen.

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung glaubt, dass E-Zigaretten mindestens genauso schädlich sind wie Tabakzigaretten – oder sogar schädlicher. Dieser Desinformation muss mit Aufklärung und Information begegnen werden.

» Studien- und Faktenlage zu gesundheitlichen Auswirkungen der E-Zigarette
» Studien- und Faktenlage zum Rauch-Stopp

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