VdeH präsentiert aktuelle Ergebnisse zum Schwarzmarkt und veröffentlicht neuen Faktenreport 2025/26 zur InterTabac

Zum Auftakt der InterTabac in Dortmund, der weltweit größten Fachmesse für Tabakwaren, Raucherzubehör und E-Zigaretten, stellt der Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH) aktuelle Ergebnisse seiner Testkäufe im Großraum Berlin vor. Gleichzeitig erscheint der neue Faktenreport 2025/26, der die wirtschaftliche Entwicklung der Branche, aktuelle Studien sowie den Stand der Regulierung kompakt zusammenfasst.

Mystery Shopping in Berlin: Verstoßquote konstant bei über 80 %

In vier Testwellen zwischen März 2024 und Juni 2025 ließ der VdeH Shisha-Shops, Kioske/Spätis und E-Zigaretten-Fachgeschäfte durch Detekteien überprüfen. Kontrolliert wurden unter anderem Steuerbanderolen, Inhaltsangaben, deutsche Warnhinweise sowie die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes.

Das Ergebnis ist alarmierend: Die Verstoßquote lag in allen Testphasen bei über 80 %. Während spezialisierte E-Zigaretten-Fachgeschäfte nahezu unauffällig waren (nur ein einziger Verstoß), zeigte sich außerhalb des Fachhandels ein massives Schwarzmarktproblem. Besonders häufig fielen dabei die Marken Al Fakher und Vozol auf. Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Obwohl die Kontrollen der Behörden zugenommen haben, kann der Schwarzmarkt weiterhin nahezu ungestört agieren. Die aktuellen Maßnahmen der Behörden sind leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es braucht deutlich mehr Kontrollen und spürbar drastischere Maßnahmen, um den illegalen Markt nachhaltig auszutrocknen.“

Faktenreport 2025/26: Branche unter Druck

Der neue Faktenreport 2025/26 gibt einen kompakten Überblick über Marktentwicklungen, wissenschaftliche Studien und regulatorische Maßnahmen der letzten drei Jahre.

„Der Bericht vereint Fakten, Prognosen und aktuelle wissenschaftliche Studien und spiegelt dabei die Entwicklungen der letzten drei Jahre wider. Dazu gehören die Einführung der Steuer auf Tabaksubstitute, die fortlaufende Debatte über die wichtige Aromenvielfalt und Diskussionen rund um Einweg-E-Zigaretten“, so Oliver Pohland.

Für 2025 rechnet der VdeH mit einem Umsatzwachstum von 10 bis maximal 15 % auf rund 1,11 Mrd. Euro. Dieses Wachstum dürfte jedoch die obere Grenze markieren, da der Schwarzmarkt den legalen Handel zunehmend belastet. Ab 2026 erwartet der Verband eine Stagnation oder leichte Rückgänge. Die aktuelle Studienlage unterstreicht zugleich die Bedeutung der E-Zigarette für die Schadensminderung. Die Regulierung muss sicherstellen, dass Produkte sicher sind und nicht zum Einstieg von Jugendlichen führen, gleichzeitig aber erwachsenen Rauchern einen erleichterten Zugang zu weniger schädlichen Alternativen ermöglichen.

Download: Ergebnisse der Testkäufe in Berlin

Download: Faktenreport 2025/26