Zahlen und Daten zur Größe des Schwarzmarkts im Jahr 2025

Auch im Jahr 2025 ist der Schwarzmarkt trotz gestiegener Kontrolldichte und zahlreicher Einsätze des Zolls weiter massiv gewachsen. Mittlerweile besteht kein Zweifel mehr daran, dass der illegale Handel mit Vapes fest in der Hand organisierter Kriminalität liegt und über professionell aufgebaute, internationale Netzwerke abgewickelt wird. Inzwischen stammt mindestens jede zweite E-Zigarette vom Schwarzmarkt, in einigen Bereichen liegt die Quote sogar bei über 80%.

Aktuell gehen wir daher von mindestens 1,2 Milliarden Euro Steuerausfällen aus, und das ist bewusst konservativ geschätzt. Sehr wahrscheinlich liegt der tatsächliche Schaden sogar noch deutlich höher.

Das ist die Folge einer fehlgeleiteten Regulierung. Eine unverhältnismäßig hohe Steuer hat dazu geführt, dass sich immer mehr Konsumenten auf dem Schwarzmarkt versorgen. Darunter leidet auch der Jugendschutz massiv. Bis zur Einführung der Steuer gab es über Jahre hinweg kein gravierendes Jugendschutzproblem.

Während etablierte Fachgeschäfte ausschließlich legale und geprüfte Produkte anbieten und die Altersgrenzen konsequent einhalten, richtet sich der Schwarzmarkt gezielt an Kinder und Jugendliche. Dort werden Produkte mit unklaren, unkontrollierten Inhaltsstoffen verkauft, ohne jede Verantwortung oder Kontrolle.

Deshalb gilt ganz klar: Der Kampf gegen den Schwarzmarkt ist zugleich ein Kampf für Jugend und Verbraucherschutz.

Doch der Schaden reicht weit über entgangene Steuereinnahmen hinaus. Auch 2025 mussten erneut zahlreiche etablierte und verantwortungsvoll arbeitende Unternehmen aufgeben. Existenzen und Arbeitsplätze gingen verloren, als Folge eines immer stärker werdenden Schwarzmarkts, der durch eine unausgewogene Regulierung zusätzlich begünstigt wird.

Wie sieht es auf der Einnahmenseite aus? Noch warten wir auf die Daten des Statistischen Bundesamts für das vierte Quartal 2025. Doch schon jetzt ist klar: Mit bislang rund 257 Millionen Euro Steuereinnahmen in den ersten drei Quartalen wird das ursprünglich angesetzte Ziel von 520 Millionen Euro für 2025 erneut deutlich verfehlt.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH betont: „Das zeigt abermals, wie realitätsfern die ursprüngliche Steuerschätzung war. In der ersten Fassung wurde sogar von 800 Millionen Euro Steuereinnahmen für 2025 ausgegangen. Davon ist man heute meilenweit entfernt.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben