Harsefeld: Polizei findet hunderte illegale Einweg-Vapes bei 18-jährigem Schüler

Die Polizei hat vor kurzem im niedersächsischen Harsefeld das Wohnhaus eines 18-jährigen Schülers durchsucht. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts, im größeren Umfang mit illegalen Einweg-E-Zigaretten gehandelt zu haben.

Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte mehr als 370 Einweg-Vapes sicher. Nach Angaben der Ermittler handelte es sich um Produkte aus asiatischer Produktion, die in Deutschland weder zugelassen noch verkehrsfähig sind. Zudem sollen die E-Zigaretten unversteuert eingeführt worden sein.

Für den Beschuldigten wird dies nicht nur strafrechtliche Konsequenzen haben. Ihm droht auch eine Steuernacherhebung in Höhe von rund 3.000 Euro.

Beschlagnahmte Gegenstände

Neben den E-Zigaretten fanden die Beamten weitere mutmaßlich illegale Waren, darunter Produktfälschungen bekannter Marken sowie nicht zugelassene Feuerwerkskörper. Ob auch mit diesen Produkten Handel betrieben wurde, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Dieser Fall zeigt deutlich, wie falsch es ist, immer wieder den legalen Fachhandel bei Jugendschutzverstößen in den Fokus zu rücken. Das Problem liegt eindeutig beim Schwarzmarkt, egal ob bei organisierten Strukturen oder bei jungen Weiterverkäufern, die illegale Produkte in ihrem Umfeld verbreiten.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

Polizeiinspektion StadePresseportal vom 5. Juni 2026