Hessisches Landeskriminalamt warnt vor gefährlichen Substanzen in illegalen Vapes – VdeH fordert konsequentes Vorgehen gegen illegale Produkte
Das Hessische Landeskriminalamt hat eine deutliche Warnung vor berauschenden Liquids ausgesprochen, die unter Namen wie „Baller Liquid“, „Görke“ oder „Klatsch Liquid“ im Umlauf sind. Diese Produkte enthalten synthetische Cannabinoide und können schwere gesundheitliche Schäden verursachen, bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen. Mehrere Vorfälle, darunter auch solche mit Kindern und Jugendlichen, sind der Polizei bereits bekannt. In einem Fall steht sogar ein Todesfall im Raum.
Der Verband des E Zigarettenhandels e. V. (VdeH) schließt sich der Warnung des Landeskriminalamtes ausdrücklich an.
Illegale Produkte umgehen Verbraucherschutz und Jugendschutz
Seit Monaten weisen wir darauf hin, dass illegale und nicht geprüfte Produkte eine reale Gefahr darstellen. Diese Substanzen stammen nicht aus dem regulären Handel, sondern ausschließlich aus dem Schwarzmarkt.
Diese Produkte
- umgehen jede Form der Kontrolle und Steuern,
- können unbekannte und hochriskante Stoffe enthalten,
- werden oft gezielt an Jugendliche verkauft,
- gefährden Gesundheit, Verbraucherschutz und Jugendschutz gleichermaßen.
Der Fachhandel steht für geprüfte und sichere Produkte
Der VdeH betont erneut, dass im Fachhandel solche gefährlichen Substanzen ausgeschlossen sind. Produkte aus E-Zigaretten-Fachgeschäften entsprechen den gesetzlichen Vorgaben, stammen aus klar nachvollziehbaren Lieferketten und unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Zudem wird im Fachhandel zuverlässig das Alter geprüft.
Illegale Angebote hingegen bewegen sich vollständig außerhalb dieser Strukturen. Sie kommen nie aus dem Fachhandel, sondern immer aus dem Schwarzmarkt.
Politik und Behörden müssen daher konsequent handeln, aber nicht mit neuen Verboten, sondern mit der Durchsetzung bestehender Gesetze.
Denn der Schwarzmarkt lässt sich nicht durch neue Verbote eindämmen. Eine Politik, die auf weitere Einschränkungen setzt, trifft vor allem den legalen Markt und spielt am Ende den kriminellen Strukturen in die Hände. Was wirklich notwendig ist, sind mehr Kontrollen, spürbare Strafen und eine konsequente Durchsetzung der bestehenden Regeln.
Solange Händler illegaler Ware kaum Konsequenzen fürchten müssen, werden solche Produkte weiter in Umlauf gebracht. Mit dramatischen Folgen für die Gesundheit insbesondere junger Menschen.
Oliver Pohland erklärt „Die aktuelle Warnung zeigt erneut, wie wichtig es ist, E Zigaretten und Liquids im geprüften Fachhandel zu kaufen. Dort ist gewährleistet, dass keine gefährlichen Substanzen in den Verkehr gelangen und dass Jugendschutz, Qualität und Sicherheit eingehalten werden.
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quellen
Bildquelle Symbolbild: Landeskriminalamt Hessen (polizei.hessen.de / presseportal.de)
Hessisches Landeskriminalamt – Presseportal vom 4. Dezember 2025
Hessisches Landeskriminalamt – Pressemeldung vom 4. Dezember 2025


