Das Verbot von Einweg-E-Zigaretten in England ist gescheitert

Seit dem 1. Juni dürfen Einweg-Vapes In England nicht mehr verkauft werden. Ziel der Gesetzesänderung war es, Kinder und Jugendliche vor dem Konsum zu schützen – und zugleich die Umwelt zu entlasten. Die Befürworter des Verbots argumentierten, dass Einweggeräte und die darin enthaltenen Aromen bevorzugt Kinder- und Jugendliche ansprechen sollen und warfen der Industrie vor mit bunten Farben gezielt auf Kundenfang zu gehen.

Inzwischen ist das Verbot in Kraft getreten und es zeigt sich: die Realität sieht anders aus.

Die Hersteller haben die Produkte längst durch wiederverwendbare Modelle ersetzt, schon weit vor dem Verbot. Eine gute und sinnvolle Alternative – wenn sie tatsächlich mehrfach genutzt würden. Die Daily Mail berichtet auf Basis aktueller Zahlen (Quelle unten), dass viele Nutzer auch diese Geräte schon nach kurzer Zeit wegwerfen.

Das macht deutlich: Verbote allein bringen keine nachhaltige Lösung.

Was wir stattdessen brauchen:

  • Konsequenten Jugendschutz: Häufigere Kontrollen und spürbare Strafen für schwarze Schafe. E-Zigaretten – egal in welcher Form – haben in Kinderhänden nichts verloren.
  • Echten Umweltschutz: Gemeinsam mit der Industrie praktikable Lösungen entwickeln – denn die Ziele sind nur erreichbar wenn alle an einem Strang ziehen und sich das Konsumverhalten nachhaltig ändert.

Leider wird ein solches Verbot auch hierzulande heftig gefordert und diskutiert.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH betont in diesem Zusammenhang: „Solche Verbote bringen nicht den gewünschten Effekt, das zeigt sich nun erneut. Hinzu kommt, dass bereits heute der überwiegende Teil der Einweggeräte vom Schwarzmarkt stammen und eigentlich überhaupt nicht verkehrsfähig sind. Glaubt die Politik ernsthaft, dass sich der Schwarzmarkt so unter Kontrolle bringen ließe?“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle: Daily Mail UK von 17.08.2025