Kiel: Verkehrskontrolle deckt gleich mehrere Straftaten auf – illegale E-Zigaretten sichergestellt
Ein Einsatz in der Kieler Innenstadt zeigt eindrücklich, wie häufig der illegale Handel mit E-Zigaretten im Zusammenhang mit weiterer Kriminalität steht. Polizisten des 2. Reviers stoppten am Berliner Platz einen BMW, der unerlaubt durch eine gesperrte Straße fuhr. Bei der Kontrolle stellte sich heraus: Gegen den 23-jährigen Fahrer lag ein Haftbefehl wegen eines Betäubungsmittelverfahrens vor.
Doch damit nicht genug: Im Fahrzeug entdeckten die Beamten mehr als 100 originalverpackte, nicht versteuerte E-Zigaretten, die zudem weit über den in Deutschland zulässigen Grenzwerten lagen. Unterstützt vom Hauptzollamt Kiel wurden die Produkte sichergestellt. Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte mehrere Autoschlüssel hochwertiger Marken sowie zwei Smartphones, zu deren Herkunft der Mann keine schlüssigen Angaben machen konnte.
Dieser Fall zeigt eine bedenkliche Häufung: Offene Haftbefehle, mutmaßliche Drogenvergehen, unversteuerte E-Zigaretten und Hinweise auf weitere mögliche Straftaten. Der illegale Handel mit Vapes tritt hier nicht isoliert auf, sondern eingebettet in ein ganzes Geflecht krimineller Aktivitäten.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Es wird immer deutlicher, dass wir es beim illegalen Handel mit E-Zigaretten nicht mit harmlosen Einzelfällen zu tun haben, sondern mit organisierter Kriminalität. Die Produkte tauchen zunehmend dort auf, wo auch andere schwere Straftaten begangen werden. Das zeigt: Wer illegale Vapes verkauft, bewegt sich ganz bewusst in kriminellen Strukturen. Umso wichtiger sind engmaschige Kontrollen und harte Maßnahmen der Behörden.“
Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) warnt: Der legale Fachhandel darf nicht in einen Topf mit solchen Machenschaften geworfen werden. Nur mit konsequentem Vorgehen gegen kriminelle Händler lässt sich Vertrauen und Sicherheit im Markt gewährleisten.
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
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