Die Welt berichtet über investigative Recherche zum Schwarzmarkt
Eine sehr lesenswerte Recherche des Investigativ Journalisten Lars Petersen in der Welt macht einmal mehr deutlich, welches Ausmaß der illegale Handel mit E-Zigaretten inzwischen erreicht hat.
Der wachsende illegale Handel mit E-Zigaretten ist längst kein Randphänomen mehr, sondern ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem. Er verursacht nicht nur erhebliche Steuerausfälle, sondern untergräbt den Verbraucherschutz, Jugendschutz und ist eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit.
Produkte aus dem Schwarzmarkt entziehen sich jeder Kontrolle. Inhaltsstoffe sind häufig unbekannt oder nicht deklariert, gesetzliche Vorgaben zu Füllmengen werden missachtet und Alterskontrollen finden faktisch nicht statt.
Diese Entwicklungen werden zunehmend von organisierten Kriminellen Strukturen getragen, mit entsprechenden Risiken für Konsumenten und den Rechtsstaat insgesamt. Während sich diese illegalen Strukturen weiter ausbreiten, gerät der regulierte Markt immer stärker unter Druck. Dabei bietet die legale E-Zigarettenbranche eine kontrollierte, geprüfte und risikoreduzierte Alternative zur klassischen Tabakzigarette und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Raucherquote.
Unverhältnismäßige steuerliche Belastungen und pauschale Einschränkungen legaler Produkte setzen an der falschen Stelle an. Sie schwächen Anbieter, die sich an Regeln halten, und verschärfen zugleich die Wettbewerbsbedingungen zugunsten illegaler Akteure. Anstatt bestehende Probleme anzugehen, schaut die Politik weg und die Nachfrage verschiebt sich weiter in unkontrollierte Kanäle.
Die Politik muss dringend aufwachen, das tatsächliche Ausmaß des Schwarzmarktes anerkennen und konsequent die notwendigen Schritte einleiten, um illegale Strukturen wirksam zu zerschlagen.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Es braucht deutlich höhere Kapazitäten bei Zoll und Aufsichtsbehörden, engmaschige und regelmäßige Kontrollen entlang der gesamten Lieferkette sowie eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der verantwortlichen Akteure. Ohne diesen klaren Fokus werden illegale Strukturen weiter gestärkt, während der legale Markt geschwächt wird.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quellen
Die Welt vom 13.01.2026 – So funktioniert das illegale Milliarden Geschäft mit illegalen E-Zigaretten
Die Welt vom 12.01.2026 – Zoll warnt massiv vor der Schwemme
Videobeitrag auf YouTube vom 12.01.2026
Businessinsider vom 12.01.2026 – So funktioniert das Milliarden Geschäft mit illegalen E-Zigaretten


