Einschränkungen der Aromenvielfalt fördern Rückkehr zur Tabakzigarette
Sieben US-Bundesstaaten haben Gesetze erlassen, die den Verkauf aromatisierter E-Zigaretten einschränken. Eine aktuelle Studie in JAMA Network Open hat nun untersucht, wie sich diese Verkaufsbeschränkungen auf den Konsum von E-Zigaretten und herkömmlichen Zigaretten in unterschiedlichen Altersgruppen über mehrere Jahre hinweg auswirken.
Die Ergebnisse zeigen, dass Beschränkungen bei den Aromen teilweise den E-Zigarettenkonsum senken, aber auch unbeabsichtigt den Konsum herkömmlicher Tabakzigaretten steigen lassen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass pauschale Verbote nicht das geeignete Instrument sind, um Jugendliche wirksam vor Nikotinkonsum zu schützen.
Die Studie verdeutlicht, dass Einschränkungen bei E-Zigarettenaromen weder den Einstieg von Jugendlichen zuverlässig verhindern noch den Nikotinkonsum insgesamt senken können. Vielmehr verlieren erwachsene Raucher dadurch eine wichtige Alternative zur Tabakzigarette.
Aromen sind für viele Umsteiger ein entscheidender Faktor, um dauerhaft vom Tabak wegzukommen. Wird die Attraktivität von E-Zigaretten durch Verbote zu stark eingeschränkt, steigt das Risiko, dass ehemalige Raucher von der wesentlich weniger schädlichen E-Zigarette wieder zur klassischen Zigarette wechseln. Dies ist mit erheblich höheren Gesundheitsrisiken verbunden.
Der Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) betont, dass der Jugendschutz durch gezielte Präventionsarbeit und die strikte Umsetzung der bereits bestehenden Alterskontrollen effektiver gestärkt werden kann als durch pauschale Einschränkungen bei der Geschmacksvielfalt.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Man muss den Jugendschutz ernst nehmen, ohne dabei den erwachsenen Konsumenten die wirksame Alternative zu entziehen. Prävention, Aufklärung und die lückenlose Durchsetzung der Jugendschutzgesetze sind der richtige Weg – nicht pauschale Verbote, die am Ende nur den Tabakkonsum in allen Altersgruppen anheizen.“
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