Illegale Vapes fluten den Markt in Ostwestfalen-Lippe

Das Haller Kreisblatt berichtet darüber, wie illegale Vapes zunehmend den Markt in Ostwestfalen-Lippe (OWL) überschwemmen. Nach Angaben von Ermittlern und Zollbehörden tauchen entsprechende Produkte immer häufiger im Einzelhandel auf, teilweise werden sie in Kiosken unter dem Tresen verkauft.

Mehrere Funde aus der Region verdeutlichen die Entwicklung: In Gütersloh stellten Beamte bei einer Kontrolle eine Kiste illegaler Vapes sicher. In Paderborn entdeckte die Polizei in einem Kiosk E-Zigaretten, die mit illegalen Substanzen versetzt waren. In einem weiteren Fall fanden Zollfahnder in einer Wohnung in Bielefeld rund 2.000 illegale Vapes, teilweise ebenfalls mit Zusatzstoffen.

Die Behörden beobachten insgesamt einen deutlichen Anstieg solcher Fälle. Nach Angaben des Zollfahndungsamts Hannover mit Dienstsitz in Bielefeld haben sich die Sicherstellungen sogenannter Substitute für Tabakwaren seit 2022 massiv erhöht. Zwischen Mitte 2022 und Ende 2024 stellten Ermittler bundesweit über 53.000 Liter solcher Flüssigkeiten sicher. Allein in Ostwestfalen-Lippe wurden im Jahr 2024 rund 500 Liter illegaler Substitute entdeckt.

Neben einzelnen Verkaufsstellen geraten auch größere Lieferketten ins Visier der Ermittler. Nach längeren Ermittlungen fanden Zollfahnder in einer Lagerhalle nahe Köln 165.000 unversteuerte Vapes. Der geschätzte Steuerschaden liegt bei rund 650.000 Euro. Zeitgleich entdeckten Ermittler in Belgien eine weitere Lagerhalle mit über einer Million E-Zigaretten.

Auch beim Schmuggel von Zigaretten beobachten die Behörden weiterhin große Mengen. So stellten Zöllner auf der Autobahn A2 bei Gütersloh einen Transporter aus Belgien mit 250.000 Schmuggelzigaretten sicher, die hinter Haushaltsgeräten versteckt waren.

Der Verband des eZigarettenhandels sieht in diesen Entwicklungen eine zunehmende Herausforderung für den legalen Markt.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Die Entwicklungen in Ostwestfalen-Lippe spiegeln einen Trend wider, den wir inzwischen im gesamten Bundesgebiet beobachten. Illegale Vapes tauchen immer häufiger im Einzelhandel auf und werden teilweise gezielt am regulierten Markt vorbei vertrieben. Für den legalen Fachhandel, der sich an alle gesetzlichen Vorgaben hält, ist das eine erhebliche Belastung. Umso wichtiger ist es, dass die Behörden diesen Entwicklungen weiterhin konsequent nachgehen und illegale Produkte aus dem Verkehr ziehen.“

Der VdeH fordert, den Kampf gegen den illegalen Handel weiter zu intensivieren und illegale Produkte konsequent aus dem Markt zu entfernen.


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

Haller Kreisblatt vom 18. Februar 2026 – Wie illegale Vapes und Zigaretten den Markt in OWL fluten