Jahresbilanz des Zollfahndungsamts Frankfurt zeigt alarmierende Ausmaße illegalen Handels

Organisierte Kriminalität untergräbt legalen Markt – harte Strafen statt symbolischer Bußgelder notwendig

Die aktuelle Jahresbilanz des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main offenbart eine besorgniserregende Entwicklung im Bereich der Verbrauchsteuerkriminalität. Allein im Jahr 2024 stellten die Ermittlerinnen und Ermittler im Zuständigkeitsbereich des Amtes knapp zehn Tonnen illegalen, unversteuerten Wasserpfeifentabak sicher – eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Die Herstellung erfolgte teils unter katastrophalen hygienischen Bedingungen.

Auch bei anderen Produktgruppen stiegen die Sicherstellungen deutlich: Über 5.600 Liter unversteuerte Flüssigkeit, die vor allem in E-Zigaretten verwendet wird, wurden vom Markt genommen – ebenso wie mehr als 940.000 Stück unversteuerter, teils gefälschter Zigaretten. Der Steuerschaden durch diese Aktivitäten beläuft sich auf rund 2,75 Millionen Euro.

„Die Verbrauchsteuerkriminalität ist ähnlich strukturiert wie die Rauschgiftkriminalität – sowohl im Umfang als auch im finanziellen Gewinn“, erklärte die Leiterin des Zollfahndungsamts Frankfurt, Dr. Nicole Siebert. Die Täter seien hochprofessionell organisiert, agierten international und gehörten häufig dem Bereich der organisierten Kriminalität an.

Für den Verband des eZigarettenhandels (VdeH) zeigt diese Bilanz in aller Deutlichkeit, wie systematisch der legale Markt durch kriminelle Strukturen geschädigt wird.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Was hier sichtbar wird, ist keine Kleinkriminalität mehr – das ist organisierte Kriminalität mit enormer wirtschaftlicher Schlagkraft. Es reicht nicht aus, auf symbolische Bußgelder zu setzen. Wer solche Strukturen zerschlagen will, muss mit harten strafrechtlichen Konsequenzen und intensiver Marktüberwachung antworten. Nur so lassen sich Verbraucher schützen und der legale Handel stärken.“

Der VdeH fordert daher nicht nur eine konsequente Verfolgung der Straftaten. Nur durch schärfere Sanktionen, effektive Kontrollen und eine enge Zusammenarbeit der Behörden auf nationaler wie internationaler Ebene lässt sich der zunehmenden Professionalisierung des Schwarzmarkts begegnen.


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

Zollfahndungsamt Frankfurt am Main – Presseportal vom 02. Juli 2025