Kontrollen in Bonn: Behörden stellen illegale Vapes sicher

Einsatzkräfte von Ordnungsamt und Gewerbeabteilung der Stadt Bonn sind gemeinsam mit dem Zoll gegen den Handel mit illegalen E-Zigaretten vorgegangen. Im Rahmen der Kontrollen wurden dabei mehrere hundert nicht zulässige Vapes sichergestellt.

Im Fokus der Maßnahmen standen insbesondere sogenannte „Big Puffs“, also Einweg-E-Zigaretten mit deutlich überhöhten Füllmengen. Diese Geräte entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben in Deutschland und dürfen daher weder verkauft noch in den Verkehr gebracht werden. Ein Großteil der sichergestellten Geräte wies Füllmengen von bis zu 40 Millilitern auf und lag damit weit über den in Deutschland zulässigen Grenzwerten. Darüber hinaus waren viele Produkte nicht mit den vorgeschriebenen Steuerzeichen versehen, was auf unversteuerte Ware und entsprechende Verstöße gegen das Steuerrecht hindeutet.

Die aktuellen Funde verdeutlichen, dass illegale E-Zigaretten weiterhin gezielt in den Markt gelangen und der Schwarzmarkt an Bedeutung gewinnt. Entsprechende Verstöße müssen konsequent verfolgt und die betroffenen Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. Denn die beteiligten Akteure umgehen nicht nur steuerrechtliche Vorgaben, sondern missachten auch grundlegende Anforderungen an Verbraucher- und Jugendschutz. Diese Entwicklung prägt zudem die öffentliche Wahrnehmung negativ: Illegale Verkaufsstellen verzerren die Debatte und werfen ein falsches Licht auf den legalen, etablierten und verantwortungsvoll agierenden Fachhandel. Dem muss entschieden entgegengewirkt werden.

Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) begrüßt daher das Vorgehen der Behörden ausdrücklich.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Solche Kontrollen sind ein wichtiger Schritt, um illegale Produkte aus dem Markt zu entfernen. Gerade bei Einweg-E-Zigaretten sehen wir immer wieder Geräte, die bewusst nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Das zeigt, dass hier gezielt versucht wird, bestehende Regeln zu umgehen. Umso wichtiger ist es, dass Behörden konsequent eingreifen und solche Produkte aus dem Verkehr ziehen.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

Honnef Heute vom 17. März 2026 – Stadt Bonn und Zoll gehen gemeinsam gegen Handel illegaler E-Zigaretten vor