Razzia in Köln: Tausende illegale Vapes in Kiosken und Lager entdeckt
Bei Kontrollen in Köln haben Ordnungsamt und Polizei mehrere tausend illegale Produkte sichergestellt und zwei Kioske geschlossen. Die Maßnahmen betrafen Betriebe in den Stadtteilen Kalk und Mülheim und führten zu umfangreichen Funden illegaler E-Zigaretten.
Ausgangspunkt war eine Kontrolle eines Kiosks in Köln-Kalk. Dort entdeckten Mitarbeiter des Ordnungsamtes in einem versteckten Fach im Verkaufstresen mehrere hundert illegale Vapes sowie Snus. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte sowohl den aktuellen Betreiber als auch frühere Inhaber des Geschäfts an. Dieser war bereits im Juni 2025 die Ausübung eines Gewerbes untersagt worden.
Parallel beobachteten Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen weiteren Kiosk in Köln-Mülheim, der offenbar mit dem Geschäft in Kalk in Verbindung stand. Die Beamten stellten fest, dass mehrere Müllsäcke aus dem Kiosk in ein Fahrzeug geladen wurden. Nach kurzer Fahrt wurden die Säcke in eine Garage einer benachbarten Pizzeria gebracht. Die Polizei griff ein und stellte dort eine große Menge illegaler Tabakwaren und E-Zigaretten sicher.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen ordnete ein Richter nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Durchsuchungen von Privatwohnungen der Beschuldigten an. In einem Keller entdeckten die Einsatzkräfte schließlich mehrere tausend weitere illegale Vapes und Tabakwaren. Der Raum war nach Angaben der Behörden bis zur Decke mit Ware gefüllt. Die genaue Menge wird derzeit noch ermittelt.
Gegen die Beteiligten sollen Strafverfahren eingeleitet werden. Das Ordnungsamt schloss beide Kioske im Sofortvollzug.
Der Verband des eZigarettenhandels sieht in dem Fund ein weiteres Beispiel für die Dimension des Problems. Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Der Fall zeigt typische Muster des illegalen Handels. Offensichtlich wurde trotz eines bestehenden Gewerbeverbots weiterverkauft und gesetzliche Vorgaben bewusst ignoriert. Dass die Behörden daraufhin nicht nur die Kioske geschlossen, sondern auch Privatwohnungen durchsucht haben, ist nur konsequent. Wenn dann ganze Räume bis unter die Decke mit illegalen Vapes gefüllt sind, spricht vieles für organisierte Vertriebsstrukturen hinter solchen Geschäften.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quellen
Pressemitteilung Stadt Köln vom 13. März 2026 – Ordnungsamt schließt zwei Kioske
Kölner Stadtanzeiger vom 13. März 2026 – Illegale Vapes und Snus sichergestellt / Kölner Ordnungsamt schließt zwei Kioske im Sofortvollzug


