Kontrollen in Hagen: Verstöße gegen Jugendschutz und illegale Vapes entdeckt
Bei einer Kontrollaktion hat der Stadtordnungsdienst Hagen mehrere Verstöße gegen Jugendschutz- und Tabakvorschriften festgestellt. Insgesamt überprüften Einsatzkräfte 17 Gewerbebetriebe im Stadtgebiet.
Im Rahmen der Kontrollen setzten die Behörden minderjährige Testkäufer ein, um die Abgabepraxis bei Tabakwaren zu überprüfen. In drei Betrieben gelang es den Jugendlichen, Tabakwaren, E-Zigaretten und Vapes zu erwerben. Gegen die Betreiber wurden daraufhin Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte 39 illegale Vapes sicher. Die Geräte verfügten über keine gültige Steuerbanderole und überschritten zudem die zulässigen gesetzlichen Vorgaben. Die Produkte wurden beschlagnahmt.
Neben den Verstößen im Zusammenhang mit E-Zigaretten entdeckten die Behörden weitere Unregelmäßigkeiten. Unter anderem fehlten in mehreren Betrieben vorgeschriebene Jugendschutz-Aushänge, Betreiberschilder oder Öffnungsanzeigen. Außerdem wurde ein Wettterminal sichergestellt.
In Zusammenarbeit mit dem Zoll wurden zudem weitere Tabakerzeugnisse zur steuerrechtlichen Prüfung übergeben.
Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) sieht in den Ergebnissen der Kontrollen ein weiteres Beispiel für die Bedeutung konsequenter Marktüberwachung.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, erklärt dazu: „Der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige ist strikt verboten und für den seriösen Fachhandel völlig inakzeptabel. Wenn zusätzlich noch Produkte ohne Steuerbanderole oder mit unzulässigen Eigenschaften auftauchen, zeigt das, wie wichtig regelmäßige Kontrollen sind. Solche Verstöße unterlaufen bewusst die gesetzlichen Vorgaben und müssen konsequent geahndet werden.“
Der VdeH setzt sich weiterhin für einen seriösen Markt ein, in dem Jugendschutz und Produktsicherheit konsequent eingehalten werden.
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
Pressemitteilung der Stadt Hagen vom 5. Februar 2026 – Gewerbekontrollen und Jugendschutz: Verschiedene Verstöße festgestellt
Westfälische Rundschau vom 5. Februar 2026 – Stadt Hagen kontrolliert 17 Betriebe: Verstoß gegen Jugendschutz und Tabakgesetze


