WDR-Sendung Markt thematisiert „Illegale Vapes“
In der WDR-Sendung „Markt“ vom 28. Januar 2026 thematisiert ein Beitrag die zunehmende Verbreitung illegaler E-Zigaretten in Deutschland und die damit verbundenen Gesundheits-, Jugend- und Vollzugsprobleme. Trotz bestehender gesetzlicher Regelungen gelingt es den Behörden bislang nur eingeschränkt, dem Trend entgegenzuwirken.
Im Fokus stehen illegale Vapes, die neben Nikotin auch verbotene halbsynthetische Cannabinoide wie HHC enthalten. Diese Stoffe wirken teils stärker als Cannabis und unterliegen keiner verlässlichen Qualitätskontrolle. Konsumenten wissen häufig nicht, welche Substanzen sie in welcher Konzentration aufnehmen. Der Beitrag schildert konkrete Fälle schwerer gesundheitlicher Reaktionen bis hin zu Halluzinationen, Kreislaufzusammenbrüchen und Gewalttaten. Das Landeskriminalamt NRW warnt ausdrücklich vor den unkalkulierbaren Risiken.
Doch auch illegale E-Zigaretten ohne HHC stellen ein erhebliches Problem dar. Allein 2024 wurden bundesweit rund 1,9 Millionen illegale E-Zigaretten beschlagnahmt, darunter etwa 650.000 Stück im Rheinland. Der daraus resultierende Steuerschaden wird auf einen hohen Millionenbetrag geschätzt.
Ebenso wird der einfache Zugang zu illegalen Produkten thematisiert: Recherchen zeigen, dass illegale Vapes mit übergroßen Füllmengen oder verbotenen Inhaltsstoffen problemlos online bestellt werden können. Testkäufe bei mehreren Onlineshops durch die Journalisten waren erfolgreich, zudem wurden viele dieser Produkte offen in Kiosken verkauft, häufig ohne Alterskontrollen.
Auch Schulen berichten von zunehmenden Vorfällen, darunter zusammengebrochene Schüler nach dem Konsum illegaler Vapes sowie eine wachsende Verbreitung auf Schulhöfen. Zudem zeigt der Beitrag, dass illegale Vapes unter Jugendlichen weiterverkauft werden, organisiert über persönliche Kontakte oder soziale Medien, wodurch sich erste Formen von Dealen unter Minderjährigen entwickeln.
Ein wichtiger Punkt, der auch vom VdeH immer wieder angesprochen wird: Der Beitrag kritisiert die geringe Abschreckungswirkung der Sanktionen. Niedrige Bußgelder werden von vielen Kioskbetreibern einfach in Kauf genommen, da der illegale Handel sehr profitabel ist. Teilweise geht der Verkauf sogar unmittelbar nach polizeilichen Razzien weiter.
Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, dankt dem WDR für diesen wichtigen Beitrag, der deutlich macht, wo das eigentliche Problem liegt:
„Nicht der etablierte Fachhandel verursacht diese Entwicklung, sondern ein stetig wachsender Schwarzmarkt, der sich ungehemmt ausbreitet und geltende Vorgaben systematisch ignoriert.“
Über die Jugendschutzkampagne des VdeH
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.
Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.
Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben
Quelle
WDR – Markt vom 28. Januar 2026 (ab 09:07 Min.)


