InterTabac 2022 startet mit großem Besucheransturm

Der eindrucksvolle Messestart der diesjährigen InterTabac zeigt das große Interesse an Innovationen und Neuheiten vor allem auch im Bereich der E-Zigaretten. Bereits am ersten Messetag konnten am Stand des VdeH in der Westfalenhalle WH.B20 viele interessante Gespräche geführt werden. Ein Thema von besonderem Interesse ist in diesem Jahr das steigende Angebot von neuen, einfach zu bedienenden Produkten wie den Einweg-E-Zigaretten. In diesem Zusammenhang möchte der VdeH jedoch erneut betonen, dass E-Zigaretten generell ein Produkt für erwachsene Raucher sind und bleiben.

Jugendschutz hat oberste Priorität

Seit vielen Jahren setzt sich der Verband des eZigarettenhandels intensiv für den Jugendschutz im E-Zigaretten Fachhandel ein. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass E-Zigaretten nicht in die Hände von Jugendlichen gelangen.

Die Abgabe von E-Zigaretten an Minderjährige ist bereits seit der Änderung des Jugendschutzgesetzes 2016 gesetzlich untersagt. Der VdeH hat dies bereits fünf Jahre vor der Gesetzesänderung durch eine Selbstverpflichtung seiner Mitglieder vorgelebt.

Der Verband und seine Mitglieder sind sich ihrer Verantwortung als Händler dieser Produkte bewusst. Daher betonen wir immer wieder, dass E-Zigaretten ausschließlich dazu gedacht sind, erwachsenen Rauchern, die es nicht schaffen, mit dem Tabakkonsum aufzuhören oder die nicht aufhören wollen, Nikotin zu konsumieren, eine wesentlich weniger schädliche Alternative zu bieten.

Illegale Produkte und Umgehung der Gesetze durch zweifelhafte Vertriebskanäle

In den letzten Monaten zeigt sich erfreulicherweise eine verstärkte Nachfrage nach risikoreduzierten Alternativen zur Tabak-Zigarette. Dabei stellen vor allem neue, einfach zu bedienende Produkte ein niederschwelliges Angebot für Raucher dar, um den Umstieg weg von der Tabak-Zigarette zu schaffen. Der E-Zigaretten Fachhandel berät Noch-Raucher, welche nachhaltigeren aufladbaren und wiederbefüllbaren Möglichkeiten es am Markt gibt. Daher raten wir verstärkt dazu, diese Produkte nur im stationären E-Zigaretten Fachhandel zu erwerben.

Der VdeH ist bereits in vielen Fällen erfolgreich gegen Hersteller bzw. Inverkehrbringer vorgegangen, bei denen nicht auf die Einhaltung gesetzlicher Regelungen geachtet wurde und hat Vertriebsverbote im Rahmen einstweiliger Verfügungen erwirkt sowie sich in anderen Fällen mit den Inverkehrbringern außergerichtlich durch Abgabe einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung geeinigt. Hierbei spielt insbesondere der Online-Vertrieb über Web-Shops eine große Rolle, da über diesen Vertriebsweg von einigen Anbietern häufig nur unzureichende Jugendschutzmaßnahmen getroffen wurden.

Neben der Umgehung des Jugendschutzes hat der VdeH dabei auch das Inverkehrbringen von Plagiaten bzw. unregistrierten Produkten in den Fokus genommen.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont ergänzend: „Aufgrund der Masse an offensichtlichen Verstößen gegen geltende Gesetze sind hier jedoch auch in erster Linie die zuständigen Behörden gefragt. Diese sind bislang zu wenig aktiv geworden. Der VdeH hat mehrfach seine Bereitschaft gezeigt, hierbei auch gemeinsam mit den zuständigen Stellen an Lösungen zu arbeiten.“

Auch bei der durch die Einwegprodukte entstehende Problematik beim Umweltschutz ist der Fachhandel bemüht, nachhaltige Lösungen zu finden. So werden beispielsweise im Fachhandel verstärkt Anreize gesetzt, um Verbrauchern die Vorteile wiederaufladbarer, bzw. wiederbefüllbarer Modelle näher zu bringen. Selbstverständlich ist der Fachhandel auch in der Lage, Altgeräte umweltgerecht dem Recycling zuzuführen. Der Fachhandel, sowie zahlreiche Hersteller bieten auch spezielle Rücknahmeprogramme an, um den Umwelteinfluss der Produkte so gering wie möglich zu halten.