Foto: Hauptzollamt Bielefeld

WAZ Reportage über den Kampf des Dortmunder Zolls gegen illegale E-Zigaretten

Die WAZ hat in einem ausführlichen Artikel die Arbeit des Hauptzollamts Dortmund begleitet und eindrucksvoll dokumentiert, wie groß die Herausforderung durch illegale E-Zigaretten mittlerweile geworden ist.

Der Beitrag schildert detailliert die Einsätze der Kontrolleinheit – von Kiosk-Razzien über Versteckspiele der Händler bis hin zu beschlagnahmten Waren, die weit über den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Besonders deutlich wird dabei:

  • Die illegale Ware ist längst im Alltag vieler Städte angekommen.
  • Händler agieren immer dreister: Manche werden mehrfach am Tag kontrolliert und haben bei der zweiten Kontrolle bereits neue Ware vorrätig.
  • Inhaber nutzen Chatgruppen, um sich gegenseitig vor Kontrollen zu warnen.
  • Händler lernen kontinuierlich dazu und entwickeln immer neue Verstecke für die illegalen Produkte.
  • Teilweise geben sie bereitwillig kleine Mengen illegaler Ware heraus, um von größeren Beständen abzulenken, die meist anderswo gelagert werden.
  • Illegal gelagerte Ware befindet sich teilweise auch in Privaträumen, da für Durchsuchungen dort eine richterliche Anordnung notwendig ist.

Die Reportage verdeutlicht, wie strukturiert der Schwarzmarkt operiert und wie stark Zoll und Ordnungsbehörden gefordert sind, um Verbraucher- und Jugendschutz sicherzustellen. Gleichzeitig wird deutlich: Die Kontrollen gleichen einem ständigen Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Behörden und den Händlern. Doch jeder einzelne Fund bedeutet nicht nur einen Verstoß gegen geltendes Recht, sondern auch Schaden für Staat und Verbraucher.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Jeder Einsatz und jede beschlagnahmte Lieferung ist wichtig – gleichzeitig ist klar, dass es sich angesichts der Größenordnung des Schwarzmarkts oft nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein anfühlt. Der Markt ist riesig, die Händler immer dreister. Deshalb braucht es noch mehr Kontrollen, konsequentes Vorgehen und spürbare Strafen, damit die Verbraucher und die legalen Fachhändler nicht das Nachsehen haben.“


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quelle

WAZ vom 22. August 2025 – Zoll kämpft gegen E-Zigaretten: „Hier ist nicht eine Legale bei“