Zum Jahreswechsel bewusst entscheiden

Zum Jahreswechsel nehmen sich viele Raucher vor, ihren Zigarettenkonsum zu reduzieren oder ganz aufzuhören. Dabei stellt sich häufig die Frage, wie dieser Schritt realistisch gelingen kann. Nicht jeder ist in der Lage, von heute auf morgen vollständig abstinent zu werden. Genau hier können risikoreduzierte Produkte wie die E-Zigarette eine sinnvolle Alternative darstellen.

Das internationale Forschungsnetzwerk Cochrane kommt seit mehreren Jahren zu dem Ergebnis, dass E-Zigaretten derzeit die wirksamste Methode sind, um dauerhaft vom Rauchen wegzukommen. Eine Vielzahl von randomisierten Studien zeigen eine höhere Erfolgsquote als klassische Nikotinersatztherapien wie Pflaster oder Kaugummis.

Trotz dieser Datenlage wird immer wieder versucht, auf Basis methodisch schwacher oder fehlerhafter Studien ein abstraktes Risiko der E-Zigarette zu konstruieren, während die gut belegten und erheblichen Gesundheitsrisiken des Rauchens längst bekannt sind. Erst vor kurzem musste erneut eine kritische Studie wegen gravierender methodischer Mängel zurückgezogen werden.

Vor diesem Hintergrund ist auch eine aktuelle Pressemitteilung der Thrombose Initiative e. V. zu sehen. Darin wird eine Veröffentlichung im European Heart Journal kritisch eingeordnet, da sie Nikotin pauschal als kardiovaskuläres Gift bewertet, unabhängig von der Konsumform. Nach Einschätzung der Thrombose Initiative steht diese Darstellung im Widerspruch zu einem wachsenden internationalen Konsens und zu verfügbaren Studien, die die Risiken verschiedener Nikotinprodukte differenziert betrachten.

Wissenschaftliche Daten sprechen für Harm-Reduction

So verweist die Thrombose Initiative unter anderem auf eine im selben Fachjournal veröffentlichte Studie aus Südkorea. Diese zeigt, dass Raucher mit bestehenden Herzerkrankungen, die nach einem medizinischen Eingriff am Herzen vollständig auf nikotinhaltige E-Zigaretten umgestiegen sind, ein vergleichbar geringes Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf Ereignisse hatten wie Personen, die den Konsum von Nikotin vollständig eingestellt hatten. Deutlich schlechter schnitt hingegen die Gruppe ab, die weiterhin klassische Zigaretten konsumierte.

Mehrere internationale Gesundheitsbehörden bewerten nikotinhaltige Alternativen seit Jahren differenzierter. Ein häufig genanntes Beispiel ist Schweden, wo der breite Einsatz risikoärmerer Nikotinprodukte mit sehr niedrigen Raucherquoten einhergeht. Gleichzeitig weist das Land eine der geringsten Raten tabakbedingter Herz-Kreislauf Erkrankungen und eine besonders niedrige Lungenkrebsrate bei Männern in Europa auf.

E-Zigaretten als Chance begreifen

Für den Verband des eZigarettenhandels ist klar: Für Raucher, die nicht vollständig auf Nikotin verzichten können oder wollen, bietet die E-Zigarette eine deutlich weniger schädliche Alternative zum Tabakrauchen. Entscheidend ist dabei eine sachliche Betrachtung auf Basis belastbarer Daten, nicht pauschale Verurteilungen.

Im Unterschied zur Zigarette findet bei der E-Zigarette keine Verbrennung statt. Dadurch entsteht eine deutlich geringere Schadstoffbelastung, da viele der gesundheitlich besonders problematischen Verbrennungsprodukte des Rauchens erst gar nicht entstehen. Internationale Studien legen nahe, dass der vollständige Umstieg von der Zigarette auf die E-Zigarette das individuelle Gesundheitsrisiko deutlich senken kann.

Gute Gesundheitspolitik braucht gute Daten

Die Thrombose Initiative fordert zu Recht mehr hochwertige Studien, insbesondere zu Langzeiteffekten und zur Frage des dualen Konsums. Dieser Forderung schließen wir uns ausdrücklich an. Gesundheitspolitische Entscheidungen sollten auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage beruhen und nicht auf unbelegten Annahmen.

Gerade zum Jahreswechsel gilt daher: Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte sich umfassend informieren und auf geprüfte, legale Produkte aus dem Fachhandel setzen. Die E-Zigarette kann für viele erwachsene Raucher ein sinnvoller Schritt sein. Weg von der Zigarette, hin zu einer weniger schädlichen Alternative.


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben


Quellen

Lindson N, Livingstone-Banks J, Butler AR, McRobbie H, Bullen CR, Hajek P, Wu AD, Begh R, Theodoulou A, Notley C, Rigotti NA, Turner T, Fanshawe T, Hartmann-Boyce J. Electronic cigarettes for smoking cessation. Cochrane Database of Systematic Reviews 2025, Issue 11. Art. No.: CD010216. DOI: 10.1002/14651858.CD010216.pub10.

RETRACTED: Patel et al. Effect Comparison of E-Cigarette and Traditional Smoking and Association with Stroke-A Cross-Sectional Study of NHANES. Neurol. Int. 2022, 14, 441-452. Neurol Int. 2025 Dec 18;17(12):207. doi: 10.3390/neurolint17120207. PMID: 41410513; PMCID: PMC12713324.

Thrombose Initiative e.V. – Presseportal vom 23. Dezember 2025: Internationaler Konsens – Geringeres kardiales Risiko bei Nikotinersatzprodukten