RTL News Team begleitet den VdeH bei Testkäufen gegen den Schwarzmarkt

Ein Reporterteam von RTL hat die vom Verband des eZigarettenhandels (VdeH) beauftragten Detektive einen Tag lag bei intensiven Testkäufe mit einer versteckten Kamera begleitet. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend in mehreren TV-Beiträgen veröffentlicht.

Bereits zwischen März 2024 und Januar 2025 hatte der VdeH umfassende Testkäufe durchgeführt. Die Ergebnisse waren erschreckend: In über 80 % der überprüften Geschäfte wurden illegale Vapes verkauft – teilweise sogar ohne jegliche Alterskontrolle.

Angesichts dieser Entwicklungen veranlasste der VdeH im Juli 2025 eine erneute Testreihe, um festzustellen, ob sich die Situation inzwischen verbessert hat. Rund 50 Verkaufsstellen wurden dabei überprüft – darunter erstmals nicht nur Spätis, Kioske und Shisha-Shops, sondern auch klassische Fachgeschäfte für E-Zigaretten.

Die Ergebnisse sprechen für sich. Vor allem außerhalb des Fachhandels blieb die Lage erschreckend – ähnlich wie bei den vorherigen Kontrollen.

Von 16 getesteten E-Zigaretten-Fachgeschäften wies lediglich eines Mängel auf. Dagegen wurden bei sämtlichen Spätis sowie in 86,7 % der Shisha-Shops Verstöße festgestellt.

Trotz öffentlicher Erfolgsmeldungen von Zoll und Aufsichtsbehörden zeigt sich: Der Schwarzmarkt floriert weiterhin. Einzelne Beschlagnahmungen oder Schließungen durch Behörden reichen nicht aus, um den illegalen Handel wirksam zu bekämpfen.

Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH, betont: „Die aktuellen Maßnahmen der Behörden gegen den Schwarzmarkt sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es braucht deutlich mehr Kontrollen und spürbar drastischere Maßnahmen, um diesen Markt nachhaltig auszutrocknen. Weitere gesetzliche Einschränkungen würden hingegen vor allem den legalen Handel belasten. Was wir brauchen, ist die konsequente Durchsetzung bestehender Gesetze – und dafür müssen Zoll und Behörden ausreichend ausgestattet sein.“

Der VdeH fordert die Politik auf, endlich die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Schwarzmarkt wirksam einzudämmen – und damit auch für fairen Wettbewerb zu sorgen. Gleichzeitig müssen die Behörden das bestehende Vollzugsdefizit beheben und konsequent gegen Gesetzesverstöße vorgehen.

Die RTL-Reportage wurde in mehreren Formaten in teils unterschiedlichen Variationen ausgestrahlt – unter anderem im RTL Nachtjournal Spezial, in Explosiv – Das Magazin sowie bei Punkt 12. Auch auf YouTube ist der ursprüngliche Beitrag mittlerweile abrufbar:

RTL-Nachtjournal/RTL-Nachtjournal Spezial – 40:28 Min. (ab 28:05 Min.)

EXPLOSIV – Das Magazin – 19:08 Min.

RTL Punkt 12 – 122:21 Min. (ab 9:39 Min.)

YouTube (RTL News) – 11:35 Min.


Über die Jugendschutzkampagne des VdeH

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 gehört die Verpflichtung unsere Produkte nur an erwachsene Personen abzugeben zur Satzung des VdeH. Im Jahr 2019 hat sich der VdeH zudem mit einem Werbekodex verpflichtet, auf den Einsatz von Comicfiguren oder ähnlichen Motiven, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecken könnten, vollständig zu verzichten.

Mit unserer aktuellen Jugendschutzkampagne, an der sich auch der Fachhandel beteiligt, wollen wir das öffentliche Bewusstsein stärken und das Thema Jugendschutz branchenübergreifend in den Fokus rücken.

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit bei Medien, Behörden, Politik und Eltern, hoffen wir, dass der Druck auf die Marktteilnehmer wächst, die das Thema Jugendschutz bisher nicht ernst genommen haben